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sitcom, drama und fantasy ::: liebste netflix-serien für teenager

Netflix-Serien für Teenager

WERBUNG | Wer hier schon länger liest, erinnert sich vielleicht an meine zwei Artikel mit meinen liebsten Netflix-Serien? Heute geht es sozusagen weiter mit Teil III: unsere liebsten Netflix-Serien für Teenager. Denn auch wenn sich die Sehgewohnheiten meiner großen Tochter mehr und mehr mit meinen eigenen überschneiden, sie hat doch ihren ganz eigenen Geschmack. Und natürlich gibt es auch für die Altersgruppe der Teenager auf Netflix maßgeschneiderten Content, die genau den Interessen und ab und zu auch den Gefühlslagen entspricht.

Netflix-Serien für Teenager

Aber dieser Artikel über die liebsten Netflix-Serien für Teenager hat noch einen anderen Hintergrund. Kurz vor Ostern war ich nämlich mit vielen anderen Kolleginnen von Netflix zu einem Osterbrunch eingeladen worden. Dort gab es allerdings nicht nur köstliches Essen, einen herrlichen Blick über Berlin und wunderbare Gesellschaft, nein, zusammen mit zwei Lieblingskolleginnen, Leonie von Minimenschlein und Jette von Supermom, saßen wir zum Thema "Medienkonsum mit Kindern" auf dem Panel und diskutierten mit den anderen Elternbloggerinnen: Ab welchem Alter schauen Kinder fern? Wie viel Fernsehen pro Tag oder generell halten Eltern für okay? Und natürlich ging es dabei auch um unsere eigenen Regeln zur Medienerziehung mit Kindern. Wer sich eine kleine Zusammenfassung unseres Netflix-Events anschauen will, kann hier mal schauen und bei Jette gibt es auch einen kleinen Recap.

Das Thema Fernsehkonsum mit Kindern und Medienerziehung im Allgemeinen ist nach meiner Erfahrung für alle Eltern immer von hoher Relevanz. Gerade ich habe schon oft über unsere persönlichen Regeln und den Umgang mit TV- und Medienkonsum geschrieben. Die Einladung von Netflix und diese Veranstaltung haben mich erneut dazu gebracht, mir unseren Umgang damit noch mal genau anzuschauen. Und mir ist aufgefallen, dass ich über den Fernsehkonsum meiner großen Tochter inhaltlich eigentlich am wenigsten weiß. 

Während meine zwei jüngeren Kinder abends in meiner Gegenwart fernsehen, schaut die Große oft in ihrem Zimmer, denn hier wird (zumindest von den Kindern) überhaupt kein lineares Fernsehen mehr geschaut, sondern nur noch Streamingdienste genutzt. Ich weiß also bei den Kleinen genau, was sie schauen – beim Herzensteenie weiß ich nur, wie lange sie schaut. Aber nach der Teilnahme am Panel bei Netflix habe ich mich gefragt: was schaut eigentlich meine Große? Und was sind ihre liebsten Netflix-Serien für Teenager

Ich habe sie gefragt und sie hat mir ihre Liste geschrieben: 5 Lieblingsserien und 2, die sie noch gerne sehen möchte. Mit mir! Denn ich habe mir vorgenommen, wieder mehr mit meinem Teenager zu schauen, öfter dabei zu sein, wenn sie in neue Lieblingsgeschichten eintaucht, sie zu begleiten, wenn sie neues Wissen erlangt und neue Ideen bekommt und wenn sie die neuen Welten auswählt, die sie betreten wird. Denn eine gut erzählte Geschichte ist immer noch ein eigenes Universum, das sich uns öffnet, ob sie nun in einem Buch steht oder als Serie zu uns kommt. Und gute Geschichten können wir niemals genug haben, oder?

5 liebste Netflix-Serien für Teenager

1. Gillmore Girls

Kennt ihr das, wenn man traurig ist, weil man ein Lieblingsbuch ausgelesen hat und nicht noch mal von vorne anfangen kann, weil man ja jetzt das Ende schon kennt? Und kennt ihr den leisen Neid, wenn andere in dieselbe Geschichte genauso begeistert eintauchen wie wir einst, nur können wir selbst nicht mehr an diesen Anfangspunkt zurück? So ging es mir mit dem Herzensmädchen, als sie anfing, Gilmore Girls zu schauen. Denn n a t ü r l i c h wollte sie die neuen Folgen sehen, von denen alle sprachen und dazu musste sie natürlich ganz von vorne anfangen. Was für ein Glück! Die Gilmore Girls sind natürlich ein Klassiker und die Geschichte um Lorelei und Rory sind Legenden, so dass ich euch dazu nichts weiter sagen muss, außer vielleicht… hach!

2. Fuller House

Die Netflix-Originals Serie Fuller House knüpft an die erfolgreiche Sitcom Full House an, die seit 1987 in 192 Folgen das Leben des Witwers Danny Tanner und seiner drei kleinen Töchter erzählt. Überfordert mit der Erziehung der drei Mädchen, bittet Danny seinen Schwager Jesse und dessen Freund Joey zu ihm zu ziehen – und die ungewöhnlichste WG und zugleich das unkonventionellste Elterntrio war geboren. Fuller House knüpft an diese Geschichte an und setzt ein, als D.J. nach dem Tod ihres Mannes mit ihren drei Söhnen in das Haus in San Francisco zieht, in dem sie selbst aufgewachsen ist. Zusammen mit ihrer Schwester und ihrer besten Freundin aus Kindertagen und deren Tochter, bildet sie wie einst ihr Vater und seine Co-Väter eine Mütter-WG mit vier Kindern.

1987 war ich vierzehn, genauso alt wie meine Tochter jetzt. Und ich mochte diese Tanners! Daher kann ich gut nachvollziehen, dass sie die witzige Serie gerne anschaut. History repeating!

3. The Crown

The Crown steht schon länger auf meiner noch ausstehenden Netflix-Liste mit Lieblingsserien 2017, denn die Serie hat mich restlos begeistert. Mein Herzensmädchen hat mich dann gefragt, ob sie die Serie auch schauen darf (wir haben die Netflix-Kindersicherung drin, das heißt, die Inhalte ab 12 bzw. 16 müssen mit einem Code freigeschaltet werden, den die Kinder nicht kennen), und ich habe es bedauert, dass ich schon durch war mit der Serie. Jetzt schaut sie sie an und ist ebenso fasziniert wie ich.

Die erste Staffel von The Crown befasst sich mit den ersten zehn Jahren der Regentschaft von Queen Elizabeth und setzt mit der Hochzeit von Lizzy und Prince Philipp ein. Sehr gemächlich erzählt und in wundervollen Bildern begleitet man als Zuschauerin die ersten Jahre der Ehe, den Tod von King George, die Inthronisation und die allmähliche Emanzipation einer jungen Frau, die mehr und mehr zur Königin wird. Dabei werden historische Begebenheiten genauso dargestellt wie die privaten Verwicklungen und Geschichten hinter der Fassade von Buckingham Palace. Gerade erst vor einem Jahr waren wir mit den Kindern in London und zusätzlich zu der interessanten Vita von Queen Elizabeth, fesselt meinen Teenie auch das Wiedersehen mit all den Orten, an denen wir letztes Jahr waren. Eine tolle Serie, die unterhält und gleichzeitig informativ und historisch relevant ist. Wir freuen uns auf die zweite Staffel und die nächsten zehn Jahre Regentschaft von Elizabeth von Windsor.

4. Shadow Hunters

Shadow Hunters ist die Verfilmung der Romane aus der Reihe "Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare, die im letzten Sommer bereits auf der Lieblingsleseliste vom Herzensmädchen standen und deren Rezension wir in der Reihe Booklove bei Sommerlichen Lesetipps für Teenager verbloggt haben. Dass sie nun die Serienadaption mit Spannung erwartet und auch verschlungen hat, war irgendwie logisch.

Die Serie ist eine Fantasy-Serie und erzählt die Geschichte von Clary, die an ihrem achtzehnten Geburtstag besondere Fähigkeiten an sich entdeckt und sich plötzlich mitten in einem Kampf zwischen Gut und Böse wiederfindet. Als ein Teil der Shadow Hunters und belastet mit einem Geheimnis um ihre Herkunft und durch die Entführung ihrer Mutter, macht sich Clary in einer düsteren Parallelwelt auf, ihre und die neue Welt vor einem drohenden Untergang zu bewahren. Clary ist eine klassische Heldin in einer Fantasy-Saga, wie mein Herzensmädchen sie seit Harry Potter liebt. Es geht sowohl um die persönliche Entwicklung dieser Figur, um Liebe und die Neu-Definition von Beziehungen, wie sie zum Teenager-Sein dazugehört, als auch darum, echte Kämpfe und Abenteuer zu bestehen, Ängste zu überwinden und das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen. Im Buch wie im Film sind das die Zutaten, die eine Geschichte für meinen Teenie spannend machen.

5. Friends

Friends ist, ähnlich wie die Gilmore Girls ein Klassiker unter den Sitcoms. Ich amüsiere mich darüber, dass meine Vierzehnjährige die alten Scherze und amourösen Verwicklungen zwischen Ross, Rachel, Phoebe, Monica, Chandler und Joey so sehr mag, wie ich, als ich mit meinen damaligen Mitbewohnerinnen Mitte der 90er vor dem Fernseher in unserer Küche saß und wir jede Folge Friends gemeinsam anschauten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, bei welcher Staffel sie jetzt ist, aber ich höre sie lachen und sehe sie sich über jede neue Folge aus dem Leben der sechs New Yorker Chaoten freuen.

Und zwei weitere Serien stehen auf der Wunschliste des hauseigenen Teenagers: Tote Mädchen lügen nicht und Dear White People, beides Netflix Originals Serien.

Tote Mädchen lügen nicht ist die Verfilmung eines Buches, das mein Herzensmädchen bereits gelesen hat. Es geht darin um den Selbstmord eines Teenagers, Hannah, die ihrem Mitschüler Clay sieben besprochene Kassetten hinterlässt, auf denen sie ihre dreizehn Gründe aufzählt, weswegen sie sich schließlich das Leben genommen hat. Mit jedem dieser dreizehnGründe ist eine Person verbunden, der Hannah die Schuld an ihrem Suizid gibt und so spielt sich die Handlung der Serie in zwei Erzählsträngen ab: einmal ist es die gegenwärtige Handlung, in der Clay und die anderen mit den besprochenen Bändern konfrontiert werden und sich mit ihren Taten auseinandersetzen müssen. Und zum Zweiten sind es Rückblenden, in denen die Geschichte in der Vergangenheit erzählt wird und die dreizehn Gründe bzw. Anlässe zum Selbstmord Hannahs nacherlebt.

Die Serie wird sehr kontrovers aufgenommen und ich werde sie meine Tochter definitiv nicht alleine schauen lassen. Aber sie ist keine neun mehr. Sie kennt das Buch und möchte die Serie sehr gerne sehen, also wird das wohl unser demnächst regelmäßiges gemeinsames Serienerlebnis. Ich werde berichten!

Dear White People ist eine brandneue Netflix-Serie, die gerade erst am 28. April erschienen ist und auf einem 2014 erschienenen Film basiert. Bereits nach Erscheinen der Trailer regte sich in den USA viel Protest gegen die Serie, denn es geht um Rassismus und Chancengleichheit an einer Eliteuniversität in den USA, um weiße Eliten und die Undurchlässigkeit ihrer Seilschaften und um eine wütende junge schwarze Frau an einer (fiktiven) Ivy Leage-Universität, die sich gemeinsam mit anderen gegen diese Zustände wehrt. Dabei ist Dear White People kein Drama sondern Komödie und zeigt vor allem über die gut entworfenen Figuren in der Geschichte immer wieder alle Konflikte im Umgang mit Minderheiten auf ironische Weise auf. Eine sehr gute Kritik der Serie las ich gerade auf Moviepilotfreue mich selber darauf, die Serie zu sehen und werde sie meiner Tochter definitiv auch gönnen.

Damit wäre die erste Runde Netflix-Serien für Teenager durch. Leonie hat bei Minimenschlein übrigens auch über die Lieblingsserien ihrer großen Teenie-Tochter geschrieben, da könntet ihr also noch ein bisschen Inspiration sammeln. Und ich könnte mich theoretisch mal wieder mit meinen eigenen neueren Vorlieben bei Netflix befassen – denn was so'n echter Bingewatcher ist, der guckt was weg! Ich hätte Updates! Oder mit den liebsten Serien der beiden Kleineren? Was interessiert euch am meisten?

Und was gucken eure Kinder und Teenager aktuell am liebsten?

7 Kommentare

  1. Hanna sagt

    Schöner Beitrag, liebe Anna, lieben Dank. Meine beiden Mädels sind noch jünger (8 und 5 Jahre), aber Serien sind auch hier derzeit ein großes Thema durch Schule und tatsächlich auch schon den Kindergarten. Wir haben sowohl Netflix als auch Amazon Prime und meine Mädels stehen total auf Mako- Einfach Meerjungfrau (Netflix) und Ever after high (Netflix) – gut, muss  und kann ich akzeptieren. Aber eine Serie, die ich für eine absolute Bereicherung halte und die nicht nur meine Kinder sondern auch mich gefesselt hat haben wir auf Amazon Prime entdeckt: das geheimnisvolle Kochbuch. Es geht um 3 Freundinnen, die zufällig auf ein Kochbuch stoßen und erfahren, dass die Rezepte magisch sind. Sie kommen einem Geheimnis auf die Spur und müssen lernen, sich zu vertrauen  (gegenseitig, aber auch sich selbst). Es geht um Freundschaft, Spannung, Rätsel, Magie und (Selbst) Vertrauen. Große Serie, absolut empfehlenswert. 

  2. Hanna sagt

    Und mir fällt noch eine tolle Mama- Empfehlung ein: die Netflix Serie 'call the midwife'. Eine auf Erinnerungen basierende Serie eine Hebamme in den 50ern, die im Londoner Easter Ende arbeitete. Absolutes Sucht-Potential

  3. Gaby sagt

    Mein Sohn ist elf. Er schaut dämlichen Youtubern beim Computer zocken zu, sieht sich an, wie sie Pizza und Kosmetik testen und andere grenzwertig blöde Sachen. Er tut das im Wohnzimmer – weil ich wissen will, was er sich da ansieht.  Viele youtuber machen aber auch Dinge, die ich weder dumm noch unerträglich finde. Die darf ich mir dann ab und zu mitanschauen, dann setzen wir uns gemeinsam aufs Sofa mit dem Laptop und sehen z.B. die Back-Videos in "Sallys Welt" und suchen uns einen Kuchen aus, den wir am Wochenende dann gemeinam nachbacken. Oder er bittet mich, ihm Serien zu zeigen, die ich in seinem Alter gern gesehen habe. Z.B. "Die Rote Zora", "Fünf Freunde" oder "Bonanza". Gerade haben wir die Serie "Salto mortale" aus den 1960ern zusammen gesehen.

    Außerdem sieht er gerne Kinderkrimis, wie die "Pfefferkörner". Oder diese französischen Serie aus der Reihe "Es war einmal". Die leihen wir aus der Bücherei. Einen Fernseher haben wir nicht.

    Am Wochenende sehen wir uns durch die Klassiker der Filmgeschichte. Nach einer langen Phase Karl May, Lederstrumpf, Meuterei auf der Bounty, Schatzinsel etc, einer kuren James-Bond-Episode und drei Staffeln "Mit Schirm, Charme und Melone" sind wir jetzt bei Alfred Hitchcocks weniger gruseligen Filmen gelandet.

    Und außerdem gehen wir viel ins Kino. Da bietet Berlin ja zum Glück eine große Auswahl für Kinder. So kommt man auch mal in der Stadt rum und erlebt Kino auf ganz großer Leinwand. Ich mag das – er auch. Und ich denke, so lange werden wir solche Dinge nicht mehr gemeinsam tun, darum mag ich es umso mehr.

  4. Danke fuer die Tipps! Meine Grossen (15 und 17) schauen im Prinzip was sie wollen. Hier in Norwegen ist eine vom NRK produzierte Serie der Hit: Skam(Scham), da gehts es um das Leben der Jugend, da ist das Besondere wie die Serie lanziert wurde, da gabs erst immer einige Clips im Internet mit Echtzeitveroeffentlichung usw., man kann den Personen in den sozialen Medien folgen, es wurden "normale" Jugendliche ausgesucht mit denen gedreht wurde und die Serie wurde anhand dieser Personen entwickelt. Ein ganz neues Konsept, die Rechte wurden jetzt nach Nordamerika verkauft, da soll dann eine aehliche Serie gedreht werden. Auf jeden Fall ist das ein voller Erfolg hier bei der Jugend, weil es eben um ihr wirkliches Leben geht, um den Druck den sie taeglich ausgesetzt sind.

    Sonst sind meine beiden absolute DR.Who Fans, dann die Serien Modern Family, the big bang story usw. Die Grosse liebt Greys Anatomy.Tote Maedchen luegen nicht ist hier auch ein Favorit.

    LG Ina

  5. Hallo liebe Anna,

    guckst Du auch Dokumentarfilme? Da würden mich Deine Empfehlungen sehr interessieren. Auch Empfehlungen für jüngere Kinder wären super. Wir gucken auch viel Netflix, aber leider verläuft meine Suche nach neuen Serien oft im Nichts. Da verlasse ich mich lieber auf (Deine) persönlichen Empfehlungen.

    Liebe Grüße,
    Tina

  6. Kmama sagt

    Wirklich großartig, von meinen Minis (9 und 12) sehr gemocht und (auch ich habe gerne mitgeschaut) allerdings Amazon Prime und nicht Netflix, ist Gortimer Gibbon – mein Leben in der Normal Street. Teenie-Serie über drei Kids, deren Leben, ein wenig skurril aber großartig, viele Themen wie Liebe, Tod, Schule und Freundschaft toll verpackt.  Unbedingt anschauen, auch wenn gerade die erste Folge etwas doof ist, leider…. 

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