Alle Artikel in: das wilde leben

Brief an eine Freundin, Fremdenhass, Facebook, Refugees Welcome, Flüchtlingshilfe, soziale Netzwerke

wir sind nicht mehr dieselben ::: brief an eine freundin

Liebe Freundin, meine Freundin für viele Jahre … sind wir noch Freundinnen? Ich weiß es gerade nicht. Ich habe heute festgestellt, dass wir uns seit fast einem Jahr nicht gesehen und nicht gesprochen haben. Wir haben gechattet und auch auf Facebook "kommuniziert" – aber das zählt nicht. Wenn ich an dich denke, sehe ich meine Freundin von früher, all deine Licht- und Schattenseiten, all die schönen Momente, die wir geteilt haben, mit und ohne unsere Kinder. Früher waren wir viel zusammen. Ich hätte wahrscheinlich meistens gewusst, wo du bist, was du gerade machst, wie es dir geht. Ich hätte auch gewusst, was du für richtig oder falsch hältst, ich hätte mit dir über Dinge gesprochen, vielleicht auch gestritten, aber es wäre niemals fremd gewesen. Jetzt sehe ich – dein Facebookprofil. Und da sehe ich, dass du DInge teilst, die mich ratlos machen. Lustige, aber nichtssagende Sprüche – ok. Bilder von deinen matschbespritzten Felgen, weil du offenbar seit Neuestem Mountainbiking betreibst – ok. Aber immer öfter auch populistische Sprüche, geteilt von den Seiten fragwürdiger Politiker*innen oder …

Silvesterbrauch, Neujahr, Orakel, Schiffchenorakel

das schiffchen-orakel zu neujahr ::: silvesterbrauch mit kindern

Weihnachten liegt kaum hinter uns, da bereiten wir uns schon auf die Silvesterfeier und den Abschied vom alten Jahr vor. Wir feiern wie immer, seit wir Kinder haben, mit unseren liebsten Freunden aus Bonn – das ist sozusagen so etwas wie unser Silvesterbrauch. Seit Jahren wechseln wir uns ab und besuchen uns gegenseitig mit Kind und Kegel. In diesem Jahr kommen sie wieder zu uns, und es gibt ein paar wichtige Traditionen, die eingehalten werden wollen: am ersten Abend, wenn alle aus dem Zug steigen, also ein, zwei Tage vor Silvester,  m u s s es Spaghetti Bolognese geben. Das ist schon immer so und geht nicht anders. Tradition. Und am ersten Abend zusammen m ü s s e n die Kinder sich aneinander kleben und Hand in Hand durch die Gegend laufen – auch dazu gibt es keine Alternative. Außerdem wird natürlich am Silvesterabend selbst orakelt. Dazu gehört das Bleigießen als klassischer Silvesterbrauch selbstverständlich dazu. Aber mit den Kindern pflege ich eine Tradition, die ich aus meiner eigenen Kindheit kenne und immer sehr geliebt habe: das …

Dick Bruna, Krippe, Weihnachten, Fröhliche Weihnachten,Season's Greetings

frohe weihnachten!

Ihr Lieben, ich bedanke mich bei euch von Herzen für all die lieben Wünsche zu Weihnachten und gebe sie zurück: habt alle ein wunderschönes Weihnachtsfest, frohe und friedliche Tage  mit euren Liebsten und eine kleine Pause vom Alltag. Die Pause werde ich mir auch nehmen und mich höchstens sporadisch hier melden. Habt es fein und seid lieb! Ich freu mich auf euch nach Weihnachten. MERRY XMAS! Anna Luz de León on Google+

christmas unplugged, digital detox, telekom, magenta, familie heins, kinder, medienerziehung, offline

christmas unplugged ::: 5 tipps für entspannte weihnachtstage im off (werbung)

Der Mann und ich, wir lieben schönes neues Zeug mit schönen neuen Features. Wir sind gerne bei denen, die sofort das neueste Handy am Start haben, die wifi-fähige Kamera, das schnickeligste neue Tablet und die leistungsstärksten externen Akkus, damit die Spielzeuge auch alle immer genügend Saft haben.  Soll heißen, wir sind ziemlich technikaffin. Onlineaffin ebenfalls. Nagut, ein bisschen süchtig sicher auch, schließlich verdienen wir beide auf die ein oder andere Art unser Geld mit und im Internet. Da kommt es einem mitunter fast lächerlich vor, die Geräte mal auszuschalten oder in den Offlinemodus zu gehen oder sie gar in die Schublade zu legen. Tatsächlich stelle ich aber immer wieder fest, wie gut mir digitale Pausen tun. Wenn ich zum Beispiel zufällig in Räume gerate, in denen ich schlicht null Empfang habe. Kein Netz. Nada. Das erlebe ich beispielsweise bei meinem wöchentlichen Besuch im Kieser-Studio, wo ab dem Moment, wo ich das Gebäude betrete mein Handy einfach nix mehr mitkriegt. Schön ist das, eigentlich. Da zücke ich nämlich nicht gleich in der Umkleide als Erstes wieder das Gerätchen …

#meinmädchenundich, nur wenn ich es will, Pille danach, Teenager, Aufklärung, das erste Mal

nur wenn ich es will ::: über mütter&töchter, aufklärung&selbstbestimmung und die pille danach

Kinder werden groß. Nicht nur die Kleinen, von deren Kitazeit ich mich sentimental verabschiede oder wo ich jeden Kuss zähle, den ich noch in der Öffentlichkeit auf kleine Köpfe und Wangen platzieren darf. Nein, sie werden n o c h größer. Sie schlittern auf übertrieben großen Füßen und staksigen Beinen in die Teenagerzeit und all die Themen halten früher oder später Einzug, die landläufig unter dem Schlagwort Pubertät zusammengefasst werden. Plötzlich geht es um Pickel und coole Klamotten, Musik wird wahnsinnig wichtig (und laut!) und es scheint, als sei Augenrollen das neue Kommunikationsmittel der Wahl, wenn es an Gespräche mit den Eltern geht. Oder überhaupt: mit Erwachsenen. Aber weil in diesen Jahren so viel passiert und wir Mütter mehr und mehr an die Peripherie des Geschehens rücken, denke ich oft darüber nach, wie wichtig es ist, meine Kinder mit wichtigen Themen zu erreichen, so lange sie freiwillig noch mit mir darüber sprechen. Denn früher oder später sind andere Menschen wichtigere Adressaten, wenn was anbrennt oder Fragen auftauchen und diese anderen Menschen sind in der Regel Gleichaltrige. Wenn …

Reiseübelkeit bei Kindern, Vomex Dragees, Reiseplanung, Reisen mit Kindern, Autoreisen, Tipps, Ratgeber

nicht übel? ::: provence-berlin, reiseübelkeit bei kindern & ein gewinnspiel mit vomex

Kennt ihr das auch: Reiseübelkeit bei Kindern? Von meinen Dreien trifft es einen ganz besonders, nämlich den Lieblingsbub. In Kooperation mit Vomex erzähle ich euch heute mal von unserer nicht ganz komplikationslosen Rückfahrt aus der Provence im September und wieso ich mir gewünscht hätte, ich hätte schon vor Antritt dieser Reise an ein Mittel gegen Reiseübelkeit bei Kindern wie zum Beispiel die Vomex Reisedragees gedacht… Der Lieblingsbub ist ein empfindliches Kind. Als er geboren wurde, war das nicht abzusehen, denn er war ein rundum zufriedenes Baby, das wunderbar stillte, gerne schlief und überhaupt ziemlich fröhlich in die Welt guckte. Hunger war zunächst das einzige Gefühl, bei dem er echt motzig werden konnte, umso erstaunter war ich, als ich irgendwann feststellen musste, bei wie vielen Themen er störanfällig zu sein schien. Er erschreckte sich beispielweise früh und sehr nachhaltig bei lauten Geräuschen, hatte demzufolge auch große Angst vor lauten Zügen, vor Gewittern und Feuerwerk und hielt sich auch ansonsten bei vielen Themen eher zurück. Aber er war auch körperlich lange mein empfindlichstes: er kriegte gerne Bronchitis und in einem …

Flüchtlingsfamilie, Gästezimmer, Kinder auf der Flucht

ab heute sind wir acht ::: eine flüchtlingsfamilie in meinem gästezimmer

Manche Dinge passieren plötzlich, obwohl man sie kommen sieht. Seit Wochen befasse ich mich, wie viele andere Menschen in meinem realen und virtuellen Umfeld, mit der Situation der Geflüchteten hier in Deutschland, insbesondere in Berlin. Ich war am LaGeSo, habe mich für #bloggerfuerfluechtlinge stark gemacht, ich habe Geld und Klamotten gespendet, ich habe darüber geschrieben und die Beiträge über die Arbeit von Kolleginnen geteilt, die sich ehrenamtlich voll reinknien, wie zum Beispiel Tanya von Lucie Marshall, Stefanie von Lesen Leben Lachen oder Lisa von Stadt-Land-Mama. Und die ganze Zeit über dreht sich in meinem Kopf der Gedanke: was kann ich außerdem tun? Wir haben als Familie viel darüber gesprochen und einige nicht fertig gestellte Artikel liegen hier im Entwurfsordner, in denen ich versucht habe, zu reflektieren, was und wie die Kinder sich äußern. Der Lieblingsbub hatte beispielsweise alle Schlafplätze im Haus zusammen gezählt und mir vorgerechnet, wie viel mehr Personen hier wohnen könnten und das Goldkind tat dassellbe mit den Plätzen am Esstisch: "Hier können zwölf Menschen sitzen, wenn sie nicht zu groß sind, Mama. Wir sind aber …

Mama Blog, Mama Blogger, momblogger, Selbstverständnis, Blogger, Relevanz, Nische, Genre

ich bin ein mama-blog ::: aufwertung eines genres

Zur Zeit lese ich wieder einiges über den Begriff "Mama-Blog", über die Nische der Mama-Bloggerinnen allgemein und über die Frage, ob das jetzt eigentlich was Gutes ist oder vielleicht eher ein Stigma. Ich dachte eigentlich, darüber sei bereits alles geschrieben worden, aber nach einem kleinen Austausch auf Twitter mit einigen Kolleginnen in den letzten Tagen, muss ich mich doch noch mal aufstellen. Die Frage ist für mich nämlich nicht nur die nach dem Selbstverständnis: definiere ich mich selbst als Mama-Bloggerin oder nicht. Das muss ja jede für sich selbst entscheiden. Die Frage ist für mich vielmehr, wie sortieren wir, die Bloggerinnen mit den Familienthemen, uns selbst ein im Ranking der Blogs. Viel zu oft für meinen Geschmack lese/höre ich von Kolleginnen: "Ich bin doch nicht nur so'n Mutti-Blog! Ich mache doch noch viel mehr!" Oder von Bloggerinnen aus anderen Nischen: "Achchchchch… Du schreibst so'n M a m a – B l o g?! Geht's da nicht immer nur um Kinderkacke?" Oder (für mich die rätselhafteste Variante):"Ich schreibe zwar ausschließlich über Elternthemen und hab das "Mama" sogar …