Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lesehöhle

mit kindern über den tod sprechen ::: ein nachtrag mit buchtipp

Mein Artikel dazu, wie wir mit unseren Kindern über den Tod sprechen könnten, war zwar sehr persönlich, hat aber natürlich einiges außer Acht gelassen, was mir alles noch dazu durch den Kopf ging. Welche Bücher zum Thema haben uns geholfen zum Beispiel. Wie sind die Kinder nach außen damit umgegangen? Welche Reaktionen von anderen waren hilfreich und welche waren schwierig? Und: wie haben die Kinder untereinander darüber gesprochen? Dieser letzte Aspekt hat neben aller Schwere auch so viel Erstaunliches, mitunter Drolliges, weil all die Begriffe, vor denen wir Erwachsene manchmal zurück schrecken, für Kinder zunächst mal unbelastet sind: Tod, Sterben, Grab, aber auch die ganz großen quasi philosophisch-religiösen Vokabeln: Himmel, Gott, Seele, Ewigkeit. Alles große Fragen des Seins – und die Kinder können sie für sich mitunter so leicht zusammen fassen, ja, sogar beantworten! Manchmal ist das alles nämlich viel eindeutiger, als wir Erwachsene uns das so vorstellen. Ich habe oft gelauscht und gestaunt darüber, wie sie sich selbst und gegenseitig erklären, wohin diejenigen gegangen sind, die jetzt tot sind. Gerade ist das Thema wieder …

Käpten Knitterbart und seine Bande, Cornelia Funke, Oetinger Verlag

book love ::: käpten knitterbart und seine bande

Fast zwei Tage zu spät kommt hier der dritte Titel aus einer laaaangen Lieblingsliste mit Büchern für die virtuelle Lesehöhle, heute wieder ein Bilderbuch und diesmal eins, was eigentlich von der Thematik und der Aufmachung her nahelegt, es sei ein Jungsbuch. Eigentlich. Denn obwohl es sich um ein Piratenbuch handelt, ist die Helden in Mädchen. Molly. Und was für eine Heldin sie ist….! Die Rede ist von Cornelia Funkes grandioser Geschichte von „Käptn Knitterbart und seiner Bande“. Das Buch ist eigentlich schon ein Klassiker, jedenfalls bei uns zu Hause. Ich habe es angeschafft als meine große Tochter 4 war, wir besitzen es also seit 5 Jahren und drei Kindern und es ist immer noch der Hit. Die Geschichte von der kleinen Molly, die vom fiesen Käpten Knitterbart und seiner Bande (bestehend aus so wunderbaren Figuren wie Harald, die Holzhand und dem Kahlen Knud) auf sein Piratenschiff, die Stinkende Sardine, entführt wird, ist alles andere als ein gewöhnliches Piratenabenteuer. Nicht nur ist Molly furchtlos und frech und lässt sich nicht einschüchtern oder dazu bewegen, Namen und …

Tanja Stewner, Liliane Susewind, Mit Elefanten spricht man nicht

book love ::: liliane susewind. mit elefanten spricht man nicht

Auch wenn heute das Championsleague-Finale alles überschattet und meine halbe Familie in FCB-Trikots rumläuft und „Stern des Südens“ singt, kommt hier dennoch das zweite Lieblingsbuch für die Kinder-Lesehöhle. Ich habe wieder eine Weile darüber nachgedacht, welches Buch jetzt eigentlich dran wäre und mich schließlich für diese hier entschieden, nicht nur, weil es wirklich ein qualitativ guter Kinderroman ist, sondern auch weil es der erste Band einer ganzen Reihe ist, die sich wirklich lohnt: Tanya Stewner: Liliane Susewind. Mit Elefanten spricht man nicht. Die Titelheldin Liliane Susewind ist gerade umgezogen und kennt an ihrer neuen Schule noch keine Kinder. Sie lebt mit Eltern und einer Oma in einem Haus mit Garten und hat einen kleinen Hund namens Bonsai. Lilianes Geheimnis ist, dass sie mit Tieren sprechen kann. Sie versteht nicht nur, was sie sagen, sondern sie kann ihnen auch antworten. Außerdem blühen in ihrer Nähe Blumen auf und Pflanzen wachsen rasend schnell, sobald sie laut lacht. Eigentlich zwei wunderbare Gaben, wäre da nicht ihrer karriereorientierte Mutter, die kein Aufsehen in ihrem Privatleben möchte und der zuliebe …

book love: lieblingsbuch, die erste

So, jetzt habe ich mir seit Tagen Listen gemacht und alles gesammelt, was ich meinen Kindern in den letzten Jahren so vorgelesen habe: Bilderbücher und Vorlesebücher, Märchensammlungen und Balladen. Außerdem die Bücher meiner Großen, die sie in den letzten Jahren selbst gelesen hat. Wir haben wirklich viele Lieblingsbücher! Es ist kaum möglich, eine Hitliste zu erstellen, zumal auch so viele dabei sind, die quasi zur Allgemeinbildung gehören, wie Lindgren und diverse Märchensammlungen. Ich habe also beschlossen, heute mit einem Buch anzufangen, das (noch) kein Klassiker ist, sondern mit einem, das ich selbst erst vor kurzem entdeckt und noch nicht an allzu vielen Kindern ausprobiert habe. Das erste Lieblingsbuch in meiner Liste gehört in die Kategorie Bilderbücher und ist für Kinder ab ca. 4-5 Jahren geeignet. Ich denke aber, gut vermittelt und wenn nötig abgekürzt oder nachbrereitet, kann man es auch schon interessierten Dreijährigen anbieten. An meiner teste ich als nächstes! Jojoba ist ein Bilderbuch im Lappan Verlag von Anne Wilsdorf, das sich eigentlich mit der Thematik der Adoption beschäftigt. Das hat mir vor allem deshalb gefallen, …

lesehöhlenfutter

Nachdem ich gestern die Idee zur virtuellen Lesehöhle geboren habe, bin ich nun im Kopf dauernd damit beschäftigt, was denn alles auf diese Liste gehört. Und da ich sicher bin, ihr alle habt Lieblingsbücher aus Kindertagen und Lieblingsbücher zum Vorlesen undsoweiter, bitte ich euch um eure Top 4: 1. das Lieblingsbilderbuch 2. das Lieblings-Vorlesebuch 3. das Lieblings-Selberlesebuch 4. das Lieblings-Jugendbuch. Wer’s noch weiß. Das können die Bücher sein, die ihr selbst als Kind am liebsten hattet oder die, die ihr mit euren Kindern erst entdeckt habt. Ich fange gleich mal an. Und zwar mit den Lieblingen aus meiner Kindheit. 1. Grimms Märchen illustriert von Svend Otto S. Diese Bilder haben mich geprägt. Eine wunderschöne Auswahl von Klassikern zauberhaft illustriert. Keiner malt Prinzessinnen wie Svend Otto S. Und zu meiner großen Freude ist es immer noch lieferbar! 2. Die Katzenburg von Wilhelm Matthießen. DAS Vorlesebuch meiner Kindheit. Von Matthießen wurde auch „Das alte Haus“ und „Die Grüne Schule“ vorgelesen und einiges mehr, aber die Katzenburg  war das beste. Märchenhaft aber nicht moralinsauer, ein bisschen altmodisch aber nicht …

Fußballgeschichten vom Franz, Christine Nöstlinger, Kinderbuch, Erstlesereihe, Oetinger, Sonne, Mond und Sterne,

book love

Ich lese meinen Kindern jeden Abend vor. Soweit die Theorie. Nein, wirklich: unsere drei Kinder bekommen jeden Abend vorgelesen, aber ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass das nicht allein durch mich stattfindet, sondern dass der Vater der Kinder (der wunderbarste Vater!) dazu fast immer seinen Teil beiträgt. Alleine drei Kindern hintereinander vorzulesen, grenzt nämlich an Selbstverleugnung. Erst recht, wenn der Stimmungsstatus sich in der Regel um diese Uhrzeit zwischen Wahnsinn, Verzweiflung und völliger Erschöpfung gleichmäßig aufteilt. Und ich spreche nicht nur von der Stimmung der Kinder! Wie dem auch sei, bei uns wird vorgelesen. Schon immer. Und alle drei Kinder sind sehr buch-affin. Oder sagt man schon bibliophil? Sie stapeln alle drei gerne Bücher an ihren Betten, auf dem Boden und den Nachttischchen oder auf den Wandborden über ihren Betten. Wenn wir irgendwo hin gehen, eingeladen sind, einen Ausflug machen oder etwa verreisen, dann führen alle drei Kinder ihre überlebenswichtigen Bücher immer mit sich. Und das sind nicht wenige. Die Bibliothek schwankt dabei altersgemäß zwischen Miffy, Ducktale-Comics, Grüffelo, dem Kleinen Drachen Kokosnuss, Harry …