Ich bin sowas von entnervt, ich könnte schreien. Ehrlich gesagt, hab ich das schon. Meine Kinder angemeckert, die Autotür geknallt, eine Tüte mit Einkäufen fallen gelassen. Alles nur, um das nicht tun zu müssen, was ich am Liebsten täte:

1. das Laptop, das immer dann abstürzt, wenn es grade GAR nicht passt, an die Wand schmeißen. Ich frage mich, wie ich auf diese Weise je wieder arbeiten soll…!
2. die unverschämten unter den klettigen Kinder-Kumpels, die offenbar das Wort NEIN nicht kennen, mal ordentlich anzählen.
3. deren Eltern gleich mit zur Sau machen, dass sie ihre Ableger zum Erziehen bitte zu Hause behalten und nicht in Kita, Schule, zu fremden Erwachsenen… schicken möchten.
4. jedem Volldepp, der mit 50kmh in eine Spielstraße rauscht, für immer die Fahrerlaubnis aberkennen. Gebrüllt, versteht sich. Und überhaupt: alle Mann 50 Stockschläge auf die nackten Fußsohlen! Oder so.
Und weil das alles nicht geht und nicht in Frage kommt, sitze ich dann ausgebremst und kurz vorm Nervenzusammenbruch auf meiner Treppe, bewache meine rollernde, lärmende, ungehorsame Brut, koche innerlich und wünsche mir schon um 17:10, es möge doch bitte schon 20:30 sein und Ruhe.
Ruhe!

Ich habe mich grade soweit beruhigt, dass ich die letzten Sonnenstrahlen genießen könnte, da kommt der Bofrost-Mann. Und die neue Nachbarin mit dringenden Fragen. Und ein hingefallenes Kind. Und einer, der ein Ei braucht. Und eine, die einen Zollstock borgen will…

Ja, bin ich kurz davor zu rufen, kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erfrischen!

Und durchknallen tu ich dann später.
Zum Glück gibt’s die WordPress-App.

Last Updated on 15. April 2013 by Anna Luz de León

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