Endlich endlich (und es wird auch höchste Zeit!) gibt es hier wieder eine neue Ausgabe der Fitnesskolumne „Schwitzen & Schwätzen“ mit meiner lieben Katarina! Heute geht es um gute Gewohnheiten und Rituale, um das richtige Bauchgefühl und um ein paar Tipps rund um das Thema Flüssigkeitshaushalt oder auch – richtig trinken. Dazu haben wir einige Fragen gesammelt: wie viel Wasser am Tag ist gesund? Wie mache ich aus dem täglichen Wasserkonsum eine gute Gewohnheit? Und wie motiviert sich eigentlich Katarina, am Tag immer genug zu trinken?

Fitnesskolumne: Richtig trinken | berlinmittemom.com

Richtig trinken also – schön und gut. Aber wie stellen wir sicher, dass wir genügend Flüssigkeit am Tag zu uns nehmen? Denn auch mit dem ausreichenden Trinken von Wasser oder Tee ist es so eine Sache: wir w i s s e n ja alle, dass bis zu drei Liter am Tag gesund und gut sind. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir immer dafür sorgen, diese Empfehlung einzuhalten. Und haben wir diese gute Gewohnheit nur lange genug vernachlässigt, wird es immer schwerer, sie wieder aufzunehmen.

Tu dir gut! Rituale & gute Angewohnheiten

Für mich gibt es viele solche Dinge, Rituale, kleine Alltäglichkeiten, die mein Leben besser machen, wenn ich sie einhalte und die ich trotzdem im Alltag nicht immer einbinden kann. Dazu gehört der wöchentliche Sport, die Erkenntnisse über gesunde Ernährung oder auch meine Morgenseiten (das tägliche Schreiben gleich nach dem Aufstehen, ohne thematischen Fokus, ohne Ablenkung), die ich schon mehrfach versucht habe, als regelmäßiges Ritual in meinen Alltag einzubinden, außerdem aber die Flüssigkeitsaufnahme, das richtige Trinken pro Tag und mein Schlafrhythmus, den ich immer versuche zu optimieren. Mit manchen Dingen klappt es besser, mit anderen schlechter. Und auch wenn ich selbst immer genau weiß, was jetzt eigentlich gut wäre für mich, heißt das noch lange nicht, dass ich mich auch immer entsprechend dieser Erkenntnis verhalten. Gerade die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit jeden Tag fällt da bei mir oft hinten runter.

Wisst ihr, was ich meine?

Die richtige Trinkroutine | berlinmittemom.com

Auch für unsere Fitnesskolumne gab es in den letzten Monaten einige Hindernisse: meine Rückenepisode, einige Krankheitsphasen, meine lange Abwesenheit während der ganzen Sommerferien – und schon waren wir aus unserem Rhythmus. Und das nicht etwa, weil es uns an Ideen oder der Lust fehlt. Es ist so, als wenn man viele Fäden in der Hand hält, deren Zweck man im Blick behalten muss – werden es ZU viele, verliert man schon mal den ein oder anderen aus den Augen und weiß nicht mehr, wohin man damit eigentlich wollte.

Aber mit dem heutigen Thema Richtig Trinken & das gute Bauchgefühl sind wir wieder da und greifen ein paar Aspekte auf, die sich einige hier in den Kommentaren und auch drüben bei Instagram schon gewünscht hatten und die genau in dieses Spektrum passen. Denn so oft wir uns die richtigen, die guten Gewohnheiten auch vornehmen, im Alltag sind sie manchmal schwer umzusetzen. Dann ist das gute Bauchgefühl umso wichtiger. Zu spüren, was wichtig und richtig ist, zu wissen, was uns gut tut und was wir nur für uns tun – auf uns selbst achten und den Weg zurück finden zu den guten Ritualen, die uns stabilisieren.

Auch meine disziplinierte Katarina gerät mit einigen Themen ab und zu ins Schlingern. Und das ist etwas, das mich immer wieder beruhigt: ich bin nicht alleine diejenige, der die Dinge durch die Finger schlüpfen und die es im Alltag nicht verlässlich schafft, an guten, gesunden Gewohnheiten festzuhalten.

Für die neue Fitnesskolumne zum Thema „Richtig Trinken“ hat sich Katarina mal ein paar Gedanken darüber gemacht, unter anderem auch darüber, wieso es wichtig und richtig ist, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Denn ganz oft brauchen wir einen Umweg, um wieder zu uns und den guten Gewohnheiten zu finden. Und manchmal dauert es eben auch mal ein bisschen länger…

Körper & Seele spielen verrückt oder Das gesunde Bauchgefühl

Manchmal kommt es anders als man denkt…. Und ab und zu sind einfach auch mal die Hormone schuld – oder doch nicht? Worauf möchte ich hinaus? Ferien, Krankheit, manchmal hat man 1000 Ideen und kommt nicht dazu, sie zu umzusetzen. Eigentlich wollte ich den Beitrag ja schon früher fertig haben, aber es kommt eben im Leben manchmal nicht so, wie man es plant. Ich musste mal eine andere Seite von mir kennen lernen und zwar die, die nur noch das Nötigste machen wollte.

Ich schlief viel und brauchte generell mehr Ruhe, war erschöpft von… nichts. So kannte ich mich gar nicht und war doch sehr entsetzt von mir selbst. Frauliche Wehwehchen kamen dazu – ebenfalls sehr untypisch für mich. Irgendwie war ich in einer Umbruchszeit. Kennt ihr das? Ich war gereizt, genervt und müde. Und mein Zyklus (der bis dato doch sehr genau war) wurde unberechenbar. Auf einmal hatte ich Zwischenblutungen oder war mal viel zu früh dran. Da mir das Sorge bereitete, ging ich zu meinem Frauenarzt und erklärt ihm meine Situation mit allen Symptomen – und wurde nicht ernst genommen.

Mein FA ist mittlerweile siebzig Jahre alt, hat nebenbei einen Bauernhof und ist eigentlich der geborene Verkäufer. Und das ist das Problem! Neben der Spirale, der Pille und den anderen Verhütungsmitteln, versucht er auch alles andere während der Sprechstunde zu verkaufen, sei es Wurst von seinem Bauernhof oder Vitaminspritzen, von denen er mir nicht mal sagen kann, wofür die genau gut sein sollen. Ich erklärte ihm noch mal mein Problem: “Ich habe Zwischenblutungen, fühle mich nicht gut. Könnten wir bitte mal einen Hormonstatus machen? Vielleicht stimmt da was nicht?“ Mein Arzt ging aber gar nicht darauf ein, meinte nur, das sei nicht nötig, machte die übliche Krebsvorsorge und schickte mich dann zu seiner Arzthelferin, um dafür die fälligen 95€ zu zahlen. Ich war empört, fühlte mich „abgezockt“, nicht für voll genommen und bin seitdem auf der Suche nach einem neuen Frauenarzt.

Richtig Trinken: Fitnesskolumne bei Berlinmittemom | berlinmittemom.com

Aber meine Sorge war noch immer nicht zerstreut und so musste ich mich anderswo auf die Suche nach der Ursache für meine Beschwerden machen und habe mir bei einer guten Freundin, Kundin und Ärztin einen Termin zum Blutabnehmen gemacht. Inzwischen habe ich auch das Ergebnis – alles ist in Ordnung mit meinen Werten, sowohl was die Hormone angeht, als auch was alle anderen Werte betrifft. Trotzdem bin ich froh, dass ich mich um mich gekümmert habe und nach der Ursache für meine Symptome gesucht habe. Mein Bauchgefühl hat mich geleitet und mich an den Punkt geführt, an dem ich etwas unternommen habe, nicht nur hingenommen habe, was jemand von außen mir sagt – jemand, der gar nicht in meinem Körper steckt.

Manchmal muss man einfach unangenehme Dinge machen oder neue Wege gehen. Für mich ist das auch auf den Sport bezogen immer wieder ein großes Thema, denn nichts ist schlimmer als die „Tretmühle“, in der ich immer dasselbe einfach nur abspule. Auch ich habe das jetzt mal wieder erkannt und konzentriere mich jetzt vor allem auf das, was mir Spaß macht. und wo mein Bauchgefühl mich hinführt: das tut mir gut.

Ich habe die Fahrradrolle für mich entdeckt und fahre jetzt zu Hause auf meinen Balkon ca. 45min. ich gehe joggen oder mache Iyengar Yoga. Ich trinke wieder 3-4Liter Wasser am Tag und esse wieder abwechslungsreicher. Ich versuche viel mehr, mich auf mich und mein Bauchgefühl zu verlassen. Und das tut mir gut.

Richtig Trinken: Meine Tipps & Routinen

Trinken fällt mir persönlich nicht schwer, aber vielen geht es da ganz anders. Da ist eine Routine ist immer sehr hilfreich.

Trinkreminder | berlinmittemom.com

Tipp Nr 1: Automatisieren von Abläufen

Ich starte immer gleich in den Tag: morgens trinke ich schon seit Jahren immer ein großes Glas lauwarmes, Zitronenwasser. Das macht mich munter und kurbelt den Stoffwechsel an. Da ich das immer gleich mache, habe ich das schon so sehr verinnerlicht, dass ich das nicht vergesse. Wem es schwer fällt, daran zu denken: in den Kalender einschreiben bzw. eine Erinnerung im Handy erstellen.

Tipp Nr 2: Ausprobieren und den Favoriten finden

Ganz wichtig finde ich gut schmeckendes Wasser, da gibt es große Unterschiede. Wir mögen am liebsten das Wasser von Aldi und Spreequell. Ich und die Kinder ohne Kohlensäure, mein Mann Medium. Aber vielleicht ist auch Leitungswasser das Richtige oder leicht aromatisiertes mit Gurke, Minze oder Zitrone? Viele mögen am liebsten stilles Wasser. Auch die Temperatur spielt eine Rolle: lieber kalt oder lauwarm? Was tut uns gut? Hier kommt das Bauchgefühl wieder ins Spiel. Findet heraus, was euch gut tut und was euch am besten schmeckt.

Richtig Trinken: Tipps zur Trinkroutine | berlinmittemom.com

Tipp Nr 3: Vorbereitung & Erinnerungen

Wenn der Tag bei mir startet, nehme ich 1-2l Wasser oder Tee mit ins Auto und trinke sie am Vormittag. Ich bereite es vor und stelle es mir hin oder packe es mir rechtzeitig ein, um es nicht zu vergessen. Ich versuche übrigens auch mein Trinkverhalten danach zu richten, wo ich bin. Wenn ich mit mehreren Kunden draußen Sport mache, kann ich nicht so viel trinken weil ich dann natürlich auch dem entsprechend oft zur Toilette muss und das ist wirklich etwas nervig.

Was hilft: immer etwas dabei haben, z.B. immer eine Kiste/Flasche Wasser im Auto haben, wenn man tagsüber viel unterwegs ist. Außerdem standardmäßig zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser trinken. Dann sind pro Mahlzeit schon 250ml Wasser drin. Wer morgens viel Hektik hat weil er wie beispielsweise ich Kinder zur Schule schicken muss, kann am Vorabend schon seine Wasserflasche füllen und in den Rucksack o.ä. stecken. So wird sie nicht vergessen. Ich nehme im Moment am liebsten die

Tipp Nr 4: Gadgets und Apps für die gesunde Trinkroutine

Neben dem Eintrag im Kalender oder der Erinnerung im Handy gibt es noch andere Möglichkeiten, sich beim richtig Trinken selbst zu unterstützen oder sich eine gute Trinkroutine anzugewöhnen.

Hierbei kann zum Beispiel eine Erinnerungshilfe fürs regelmäßige Trinken gut funktionieren, die man an jeder Trinkflasche anbringen kann und die über den Tag immer wieder ans Wassertrinken erinnert. Außerdem könnte eine Uhr mit Erinnerungsfunktion helfen oder eine Trinkuhr, die per Vibrationsalarm ans Trinken erinnert. Viele Smartwatches haben diese Funktionen außerdem ohnehin schon. Ansonsten gibt es auch diverse Apps und Trinkreminder,  die man aufs Handy laden kann und die erinnern, überwachen und dabei helfen, eine gute Trinkroutine zu installieren.

Hier findet ihr übrigens einen Vergleich verschiedener Trinkreminder-Apps, außerdem eine Liste mit den 5 besten Trink-Apps bei Über Wasser.

Wie ihr seht gibt es wirklich viele Möglichkeiten, das Trinken nicht zu vergessen – richtig Trinken ist nicht so schwer! Ich bin der Überzeugung, dass es das Wichtigste ist, gut vorbereitet zu sein. Das gilt nicht nur für das Trinken, sondern auch für die Ernährung. Am Abend schon an den nächsten Morgen denken! Für unsere Kinder schaffen wir das ja auch, da sollten wir das für uns selbst auch hinkriegen.

Das war’s dann auch für heute mit der vierten Fitness-Kolumne „Schwitzen & Schwätzen“. Wir hoffen, ihr nehmt etwas mit für euch, auch wenn es heute keine Übungen gab, die ihr nachmachen könntet. Fürs nächste Mal haben wir uns übrigens noch nicht auf ein Thema festgelegt: was würdet ihr in der Fitnesskolumne gerne lesen? Wir freuen uns auf eure Ideen und Anregungen!

 

 

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