Ich bin wieder da. Also hier. Oder doch nicht? Wenn ich die Augen schließe, sehe ich da noch immer die wunderbaren Bilder aus Neuseeland – Aotearoa, das Land der langen weißen Wolke. Und ich seufze ein bisschen und atme tief ein. Und wenn ich die Augen aufmache – bin ich wieder hier. Jedenfalls physisch.Bay of Islands, Neuseeland - berlinmittemom.com

Es ist 4:50 am 08. Januar 2018 und dank meines grandiosen Jetlag bin ich bereits seit über einer halben Stunde wach. Mein Nachteulengen ist kaputt seit wir zurück sind, und so bin ich die letzten Abende, statt wie gewohnt zu schreiben und ewig wach zu bleiben, jeweils schon um halb neun oder neun ohnmächtig eingeschlafen, um dann entsprechend früh wieder aufzuwachen und mich im Bett umher zu wälzen. Und nachdem ich seit Tagen tatenlos vor dem Laptop sitze, die Finger schwebend über der Tastatur und doch voller Zögern und Zweifel, nutze ich (wahrscheinlich erstmalig in meinem Nachteulenleben) die frühe Stunde und schreibe einfach drauf los.

Dies ist der erste Beitrag im neuen Jahr, das sich für mich einerseits noch so taufrisch anfühlt, als sei gestern erst Silvester gewesen. Andererseits habe ich mit meinem Berlinmittemomclan seit dem 01. Januar 2018 schon so viel erlebt, dass es eigentlich eher so ist, als hätten wir schon eine ganze Strecke neues Jahr hinter uns gebracht. Deshalb ist dieser erste Beitrag im neuen Jahr auch irgendwie seltsam. Es fühlt sich unpassend an, das neue Jahr zu zelebrieren, wo doch schon so viel geschehen ist und gleichzeitig passt es für mich auch nicht, einfach so weiter zu machen, ohne wenigstens einmal tief Luft zu holen und das neue Jahr zu begrüßen – auch hier.

Aber als ich am 15. Dezember mit der Familie nach Neuseeland aufbrach, hatte ich für die Zeit danach oder die Übergangszeit einfach keinen Plan. Zum ersten Mal seit langer Zeit hatte ich keine Blogbeiträge vorbereitet für die lange Zeit meiner Abwesenheit, noch hatte ich Gastbeiträge geplant oder mir überlegt, wie ich wieder einsetzen würde im neuen Jahr. Ein wenig hatte ich gehofft, ich könnte so ein bisschen tagebuchbloggen und zeitnah all die Eindrücke und Reiseerlebnisse verbloggen, aber dazu war erstens zu schlechtes Internet auf der anderen Seite der Welt, zweitens gab es einfach zu viel zu tun, zu sehen, zu erleben, zu kosten, zu genießen – da bin ich am Ende eines jeden Tages eigentlich nur noch glücklich ins jeweilige Bett gesunken und habe nicht ein Wort mehr geschrieben. Drittens waren all die Eindrücke und Bilder so intensiv, dass ich erstmal in meinem kleinen Herzen und Kopf damit zurecht kommen und alles verarbeiten musste, bevor ich einen Weg finden konnte, es in Worten auszudrücken oder gar aufzuschreiben. Und viertens bin ich zu perfektionistisch, wenn es um Fotos und Texte für meinen Internetort, Berlinmittemom, geht: so schnell husch-husch könnte ich niemals was hier rein werfen, nur damit etwas da steht. Das muss schon alles schön aufbereitet und gut formuliert sein, die Bilder bearbeitet und wohl überlegt ausgesucht, die Texte durchdacht und nah am Herzen. Das bin sonst nicht ich.

Porch Life New Zealand | berlinmittemom.com

Also blieb es hier seitdem sehr still, abgesehen vom kurzen Weihnachtsgruß. Und jetzt – fällt es mir schwer, anzuknüpfen. Ein bisschen. Denn ich bin furchtbar froh, wieder hier zu sein! Also hier, auf meinem Blog, zurück bei euch. Ich freue mich darauf, alles ganz genau zu erzählen, was wir erlebt haben, die schönsten Bilder zu teilen, Reisetipps aufzuschreiben und euch so teilhaben zu lassen an der Reise, die ich ohne zu zögern als eine der bewegendsten (Reise-)Erfahrungen beschreiben kann, die wir als Familie jemals machen durften. Und ich freue mich auch ansonsten auf das neue Blogjahr 2018 mit euch, ein neues Jahr, in dem ich einiges neu ausrichten, ein paar Lieblingsthemen vertiefen und neue Dinge ausprobieren möchte.

Aber – es ist mir im Herzen eben im Moment nicht danach, hier Neujahrsvorsätze, Challenges oder Resolutionen zu formulieren. Das alles ist gerade so weit weg von mir! Wenn ich allerdings sehe, was sich meine fleißigen, kreativen und ideenreichen Lieblingskolleginnen wieder alles ausgedacht haben zum neuen Jahr, kriege ich sofort dieses Gefühl: das muss ich auch. Nein, das m ö c h t e ich auch! Es ist doch Januar, das Jahr ist noch neu, es knistert quasi noch das kostbare schöne Glitzerpapier, aus dem wir es eben erst ausgewickelt haben – da muss ich doch auch… einen Vorsatz fassen. Oder mehrere. Etwas Wohlüberlegtes formulieren. Mir für euch was Schönes ausdenken und einen schönen, gemeinsamen ersten Schritt ins Blogjahr tun. Und ich merke, wie mich dieser Anspruch lähmt, überhaupt etwas zu schreiben, hier überhaupt wieder anzuknüpfen nach meiner kleinen Pause, in der ich so viel erlebt habe.

Daher gibt es jetzt, als ersten Beitrag im Jahr 2018 nur diesen kleinen Text von mir, geschrieben in meinem Bett mit dem Laptop auf den Knien, die kalte Berliner Winternacht vor meinem Fenster ausgesperrt, während die Welt noch schläft. Bald komme ich sicher ganz an. Bald finde ich wieder den Moment, den Ton, die Themen, um hier wieder voll einzusteigen, mit Elan und Tatkraft. Aber noch… hängt ein Stück meines Herzens wie ein Ballon an einer langen Schnur hoch oben neben dem Land der langen weißen Wolke und schwebt nur mühsam herunter zu mir. Und ich mag es nicht zerren und herunter zwingen. Es kommt schon. Ich weiß es.

Ich bin wieder hier. Und von unserer Reise in das Land, in das wir uns verliebt haben, Aotearoa – Neuseeland… berichte ich euch bald und zeige euch die schönsten Fotos, die ich dort gemacht habe. Einstweilen sag ich – hello. Hello 2018.

Euch allen einen wundervollen Start ins neue Jahr. Seid in 2018 behütet, geliebt und gesegnet. Ich hoffe, ihr seid mit ebenso vollen Herzen in den Januar gegangen, wie wir.

6 Kommentare

  1. ich freue mich, dass du wieder da bist. Alleine deine Neuseelandbilder auf Insta haben mir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.. a) weil wunderschön und b) weil ich mich sehr freue, dass ihr so eine Reise machen konntet. Ein Traum. Liebe Anna, schreib bitte bitte bitte einen Reisebericht darüber, denn irgendwann wird es uns auch dahin ziehen. Ich freue mich auf alles was von Dir kommt und drück dich feste… welcome back <3

  2. Anna, schön dass Du wieder da bist!
    Ich kann dich gut verstehen… schon alleine die wundervollen Bilder von eurer Reise zeigen, dass man da nicht einfach so, von einer Sekunde in die andere wieder im hier und jetzt ist… Lass es noch ein wenig wirken, träume noch davon, schliesse die Augen und fühle dich noch ein bisschen nach Neuseeland versetzt… Geniesse es noch so lange wie es für dich passt, denn der Alltag wird dich rasend schnell wieder einholen… ich bin gespannt was du alles zu erzählen hast…

    Liebste Grüsse
    Swana

  3. Danke für Deinen Text.
    Ich weiß, viele Menschen finden den Jahresstart nur einladend und verheißungsvoll („neue Rolle Glitzerpapier“) – ich für mich finde Anfang Januar immer schwierig. Erdrückend. Eine weiße Seite/ ein neues weißes Buch, die/das man jetzt füllen muss (sic!). Sinnvoll bitte. Puh.
    Auch da tuen Deine Worte gut.
    Hello 2018.
    Wir machen das schon.
    Alles Beste!

  4. Liebe Anna,
    Ein frohes neues Jahr für dich und die Lieben! Ich finde es gut, auch Leere zuzulassen (auch auf dem Blog) das macht mir Mut, auch mal abzuwarten, was kommt.
    Herzlich
    Rita

  5. Hej hej du liebe…schön dass ihr wieder gut gelandet seid…danke für das Teilen der wunderbaren Neuseelandimpressionen und nur natürlich, dass man da nicht gleich umswitchen kann…ist doch schön wenn du da oben noch hängst…der Januar ist für mich sowieso der Monat des Einkuschelns…des Kompletativen…des sich Ordnens…so das sich alles irgendwann von ganz alleine wieder zusammenfügt…ach…wie schön…step by step…nach deinem Tempo…und dann kommt schön wieder der richtige Zeitpunkt und die passende Idee…drück dich ganz fest und wünsche dir und deinen Lieben ein wunderbares Glückliches neues Jahr mit vielen zauberhaften Momenten…liebste Grüsse nach Berlin…ines

  6. Na dann: happy new year 2018. Das klingt doch eigentlich perfekt, wenn der Urlaub noch nachhängt und man gechillt ins Jahr starten kann. Keinen Plan zu haben, kann manchmal der beste Plan sein. Man will ja auch nicht so festgefahren ran gehen im neuen Jahr 🙂

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