Monate: Mai 2012

Die Kinder von St. Georg

Ich habe vor Jahren mal einen Dokumentarfilm über 5 Erstklässler gesehen, deren Alltag im Hamburger Stadtteil St. Georg vom ersten Schultag bis zum Ende der Grundschulzeit mit der Kamera begleitet wurde: Die Kinder von St. Georg. Fasziniert davon, wie gekonnt und unaufdringlich die Filmemacher hier die Entwicklung der Kinder in ihren vielen kleinen Alltagssituationen ganz unmittelbar eingefangen haben, wartete ich gespannt auf den angekündigten zweiten Teil. Am 24.05. wurde er auf Arte ausgestrahlt, und ich habe ihn mir aufgezeichnet: „Die Jugendjahre„. Gestern abend hatte ich endlich die Zeit und die Ruhe, mir den Film anzusehen und ich muss zugeben, dass ich kaum ausdrücken kann, wie begeistert ich bin. Das hat, wenn ich genau in mich hinein horche, weniger damit zu tun, dass das Ganze ein überaus gelungenes Dokumentar-Filmprojekt ist und einfach gekonnt gemacht ist. Das, was mich wirklich umgehauen hat, sind diese fünf Kinder, die die Hauptdarsteller in ihren eigenen Leben sind, sowohl in Teil 1 als auch in Teil 2. Ich hatte die Geschichten der fünf Grundschüler noch gut im Kopf und auch deren Vorlieben, die …

morgenröte

Heute nacht konnte ich nicht gut schlafen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich zu früh (!) im Bett war und dafür früh wieder munter oder daran, dass der kleine Kerl gegen halb fünf an unser Bett getaumelt kam und sagte: „Ich muss euch leider wecken weil ich leider mal mit euch schmusen muss.“ Dann kam er leider in unser Bett und war leider superkuschelig. Leider leider konnte ich danach erstmal nicht wieder einschlafen und bin aufgestanden, um im Badezimmer rumzuhängen und zuerst das Morgengrauen und dann die Morgenröte zu sehen. Und das war sehr sehr schön.   Mir ist dabei eingefallen, dass Morgengrauen auf Spanisch madrugada heißt. Das ist eins der schönsten Worte, das ich kenne, und ich hatte es fast vergessen. Ich hoffe trotzdem, dass ich heute nacht wieder besser schlafen kann, keine Kinder zum Kuscheln kommen und ich den Tag erst dann sehe, wenn die Sonne schon volle Kanne auf meine Straße in meiner Stadt scheint. So will ich das. Anna Luz de León on Google+

letting go

Manchmal muss man das mühsam lernen. Heute ist es ein gutes Gefühl, so leicht wie ein Luftballon. Ich wünsche mir und allen anderen, dass das Loslassen immer so ist: ein luftiges, ganz und gar richtiges Gefühl, das hoch in den Himmel steigt. Let go! (für heidi und ann) Anna Luz de León on Google+

romy

Gestern gab’s einen alten Romy Schneider Film, den ich mir nicht angesehen habe. Trotzdem habe ich an sie gedacht und dieses Bild wiedergefunden, das sich so sehr mag: nicht Sissi und nicht Romy-noir, sondern Romy Schneider als vorlesende Mutter ihres Sohnes. Das heute als letzter Tagespost. Gute Nacht! Anna Luz de León on Google+

„im spiel wärst du jetzt mal, meine mutter, okay mama?“

Jetzt weiß ich es. Ich weiß wieder ganz genau, warum ich überhaupt angefangen habe, zu bloggen. Es ist nicht nur die Idee gewesen, ein paar Alltagsbeobachtungen und Dinge aus meinem Leben (mit) zu teilen. Nein, es war vielmehr auch die Verzweiflung. Der Wunsch danach, ein Ventil zu haben, mich schreibend der Dinge zu entledigen, die mich am Schreiben hindern: all die kleinen, schönen und schrecklichen Fallen, die mich davon abhalten, konzentriert an Dingen zu arbeiten. So wie jetzt. Ich sitze seit mehr oder weniger zwei Stunden auf dem Balkon und habe mein Macbook vor mir. Aufgeklappt. Word-Datei offen. Auftrag völlig klar. Schreiben. Der Brunnen geht um 13h aus, es ist also ruhig, das kleinste Kind ist im Bett, die Große turnt an der Reckstange und der Bub ist in ein Comic vertieft. Soweit so gut. Aber dann gehts los: die Große bringt mir ihren Rucksack, ich möchte doch bitte kontrollieren, ob sie alles fürs Schwimmen eingepackt hätte, denn um 14h müsste sie bei Freundin Greta sein und dann ginge es los. Okay, mach ich. Dann …

Käpten Knitterbart und seine Bande, Cornelia Funke, Oetinger Verlag

book love ::: käpten knitterbart und seine bande

Fast zwei Tage zu spät kommt hier der dritte Titel aus einer laaaangen Lieblingsliste mit Büchern für die virtuelle Lesehöhle, heute wieder ein Bilderbuch und diesmal eins, was eigentlich von der Thematik und der Aufmachung her nahelegt, es sei ein Jungsbuch. Eigentlich. Denn obwohl es sich um ein Piratenbuch handelt, ist die Helden in Mädchen. Molly. Und was für eine Heldin sie ist….! Die Rede ist von Cornelia Funkes grandioser Geschichte von „Käptn Knitterbart und seiner Bande“. Das Buch ist eigentlich schon ein Klassiker, jedenfalls bei uns zu Hause. Ich habe es angeschafft als meine große Tochter 4 war, wir besitzen es also seit 5 Jahren und drei Kindern und es ist immer noch der Hit. Die Geschichte von der kleinen Molly, die vom fiesen Käpten Knitterbart und seiner Bande (bestehend aus so wunderbaren Figuren wie Harald, die Holzhand und dem Kahlen Knud) auf sein Piratenschiff, die Stinkende Sardine, entführt wird, ist alles andere als ein gewöhnliches Piratenabenteuer. Nicht nur ist Molly furchtlos und frech und lässt sich nicht einschüchtern oder dazu bewegen, Namen und …

music love

Ich habe das Buch der Woche verpasst. Einfach nicht gepostet, weil der Detektivgeburtstag einfach zu overwhelming war. Die Vorbereitung, die Durchführung, die Folgen. Alles. Keine Ausreden. Das neue Lieblingsbuch wird morgen nachgereicht. Aber bis dahin teile ich mit euch eine wunderbare, ganz persönliche Neuentdeckung. Ich kann eigentlich gar nicht verstehen, wie mir diese wunderschöne Musik so lange entgehen konnte. Nun, ich habe sie jetzt entdeckt, dank meiner liebsten Freundin Ann (Danke, danke!) und bin hingerissen. Deshalb gibt es heute statt book love mal music love. Natürlich in der Hoffnung, dass ihr reinhört und ebenfalls in love seid. Hinterher. Hier also mein Album der Woche: Pascal von Wroblewsky mit ihrem wunderbaren „Seventies Songbook“, in dem sie ganz außergewöhnlich und sehr hörenswert große Songs aus den 70ern jazzig und smooth covert. Aber covern trifft es eigentlich nicht, denn sie schafft ganz eigene Klangwelten, in denen plötzlich Smoke on the Water ganz anders klingt. So dass man denken könnte, es sei ganz leicht zu singen. Mein Lieblingstrack ist Move over von Janis Joplin, ohnehin eins meiner Lieblingslieder aus allen …

Schokoladenkuchen mit Fußspuren für die Detektivparty

Detektivparty!

Heute gibt’s die Party zum Bub: um den 5. Geburtstag zu feiern, kommen heute 10 Kinder zur Detektivparty. Der Schatzräuber ist mir schon über den Kuchen gelatscht… Anna Luz de León on Google+