Ich denke oft darüber nach, was eigentlich unsere Aufgabe als Eltern ist, meine Aufgabe als Mutter. Ich sage gerne, dass es das Loslassen ist und das meine ich auch, aber vielleicht ist Loslassen auch nur eine Metapher für das, worüber ich heute schreiben möchte: wie wir unsere Kinder annehmen, wie sie sind. Wie schaffen wir das? Wie erkennen wir das, was sie ausmacht, im Guten wie im Schlechten? Wie finden wir  im Laufe ihrer Kindheit, in der sie uns anvertraut sind, die Gelassenheit und Ruhe, sie immer und jederzeit die Person sein zu lassen, als die sie bereits zu uns kommen? In allen Aspekten? Und wie unterscheiden wir dabei zwischen dem, was wirklich aus ihnen kommt und dem, was wir in sie hineinlegen möchten?

Ich stelle mir diese Fragen, seit ich Kinder habe. Und gerade habe ich festgestellt, wie krass lange das tatsächlich schon ist – mein großes Mädchen ist gerade fünfzehn geworden! Da wird es wirklich mal Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Unsere Kinder annehmen wie sie sind | berlinmittemom.com

Hallo, Baby! Wer bist du?

Wenn unsere Kinder zur Welt kommen, haben wir bereits ein Bild von ihnen. Wir haben sie vierzig Wochen in unserem Innersten getragen, unter unserem Herzen, und wir haben bereits mit ihnen gesprochen, ihnen vorgesungen, Ängste um sie ausgestanden und von ihnen geträumt. Wenn die Wehen einsetzen sind wir aufgeregt und können es kaum erwarten, sie endlich zu treffen und zu sehen, ob unser Bild mit dem kleinen Menschen übereinstimmt, der sich da auf den Weg macht. Wir erleiden Schmerzen und erleben Euphorie, wir gehen durch den ganzen Prozess von der ersten Wehe bis zur Geburt und dann… halten wir unser Kind erstmalig in den Armen und stellen fest: wir kennen es nicht.

Ich erinnere mich so gut an die ersten Begegnungen, die ersten Momente mit meinen Kindern, so verschieden sie auch waren. Ich sehe ihre weit geöffneten Augen vor mir, mit denen sie in diese neue Welt schauten, in die sie nun hineingeboren worden waren. Und ich erinnere mich an dieses bizarre Gefühl, ein völlig fremdes kleines Menschenwesen in den Armen zu halten und zu begreifen, dass ich (noch) nichts über dieses winzige Wesen weiß, während gleichzeitig diese vollkommen unerklärliche Liebe in mir anwuchs und wuchs und wuchs – bis ich jeweils am Ende der ersten gemeinsam durchwachten Nacht mein Herz vollkommen an das neue Menschenkind verloren hatte. Und ich erinnere mich an die Erkenntnis, dass das nun meine Aufgabe war: herauszufinden, wer da gerade zu mir gekommen war. Zu verstehen, mit wem ich es zu tun hatte und das ganz und gar anzunehmen.

Wir alle wollen unsere Kinder annehmen, wie sie sind. Und ich erinnere mich an meine Bereitschaft dazu, von Anfang an. Aber ich stand erst am Anfang des Erkenntisprozesses: ich musste lernen zu verstehen, dass meine Kinder sie selbst sind. Dass sie bereits am Tag ihrer Geburt vollkommen sie selbst sind, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkennen konnte, was das bedeutet. Dass sie alles dabei haben, was sie brauchen, um die Person zu werden, die in ihnen bereits angelegt ist. Dass sie kein weißes Blatt Papier sind, das wir als Eltern beschreiben können, wie wir es wünschen. Dass sie nicht uns sondern ganz sich selbst gehören.

Das zu begreifen, ist eine Sache. Das im Laufe der (Eltern-)Jahre beizubehalten, nie zu vergessen und mit unseren Kindern danach zu leben, ist eine ganz andere. Es ist schwer! Es ist eine Herausforderung, die uns täglich an unsere Grenzen bringen kann. Aber es ist unsere wirkliche Aufgabe: unsere Kinder annehmen, wie sie sind.

Brief an eine Mutter | Berlinmittemom.com

Leichte Zeiten, schwere Zeiten: Kinder annehmen, wie sie sind

Es ist leicht, die schönen Eigenschaften unserer Kinder zu erkennen und anzunehmen. Wenn sie bestimmte Talente haben, die sie selbst erkennen und ausleben, freuen wir uns und unterstützen sie. Wenn sie fröhlich sind, wenn sie offen und neugierig sind und die Welt um sich her freudig erkunden, sind wir ihre größten Fans. Wir feuern sie an, wir gehen mit ihnen und beobachten glücklich und stolz, wie sie sich entfalten. Dann fällt es unsere Aufgabe uns leicht.

Aber die wahre Aufgabe, die Herausforderung in unserer Rolle als Eltern ist es doch, sie zu begreifen und so sein zu lassen, wie sie wirklich sind, wenn sie Dinge tun und sich auf eine Weise verhalten, die wir nicht verstehen. Oder die wir nicht mögen. Oder von der wir sogar wünschten, sie wäre anders. Wie oft stehen wir vor unseren Kindern und denken: „Oh Kind, warum machst du es dir so schwer!“ Oder: „Warum tust du das jetzt auf diese Weise und nicht so, wie i c h es tun würde?“ Dann ist der Moment gekommen, wo sich zeigt, ob wir unsere Kinder annehmen, wie sie sind. Ob wir wirklich diese Aufgabe erfüllen können.

Dabei geht es nicht um Liebe. Wir lieben unsere Kinder immer, egal, was sie tun. Nein, es geht darum, uns nicht innerlich zu wünschen, unser Kind wäre ein wenig anders. Nur ein kleines bisschen! Nicht so trotzig. Nicht so unbequem. Nicht so wütend. Nicht so ängstlich. Nicht so ungestüm. Nicht so tollpatschig… die Liste ist lang.

Erinnert ihr euch an die ersten Schreiepisoden mit eurem ersten Neugeborenen? An das hilflose Gefühl, nicht zu wissen, was es jetzt von uns braucht? Ich kann mich gut entsinnen. Aber ich erinnere mich ebenso gut an die Erkenntnis, dass das jetzt eben mal so ist. Dass ich mich meinem Baby zuwende, es trage, stille, tröste und seine Bedürfnisse beantworte und dennoch aushalten muss, dass es schreit. Immer wieder. Auch wenn ich alles „richtig“ mache. Diese Erkenntnis hat mir zu einer gewissen Gelassenheit verholfen und die habe ich im Verlauf der jeweiligen Entwicklung meiner Kinder oft gebraucht. Wollen wir unsere Kinder annehmen wie sie sind, brauchen wir diese Gelassenheit. Die Sicherheit, dass unser Kind nicht „falsch“ ist, nur weil es Verhaltensweisen zeigt, die wir aus uns selbst heraus nicht unbedingt sofort verstehen.

Mein wütendes Kind

Zorneszustände sind so ein Fall. Wenn unsere Kinder sich in hilflose Wut hineinlegen, weil etwas nicht so ist, wie sie es erwarten oder wünschen, weil Dinge nicht eintreten, wie sie verabredet wurden oder weil sie über eine Ungerechtigkeit oder etwas anderes enttäuscht sind, wenn sie buchstäblich „Rot sehen“ und sich nicht mehr zu helfen wissen, stehen wir als Eltern oft ratlos dabei. Nicht, dass wir sie nicht in ihrer Wut begleiten wollten oder gute Strategien entwickeln können, wie wir ihnen aus einer solchen Stimmung heraushelfen, aber gerade, wenn die Kinder hemmungslos toben, ist es für uns mitunter sehr schwierig, da auf die Ebene zu kommen, wo wir bestimmte Levels an Wut einfach anerkennen können.

Und zwar b e v o r wir versuchen, die Situation zu beenden. Bevor wir alles unternehmen, um die Wut zu zügeln. Bevor wir uns in Vermeidungs- und Distanzierungsmechanismen flüchten, weil wir diesen Zustand schwer ertragen können und auch weil Wut in dieser reinen Form gesellschaftlich als unerwünschtes Verhalten/Gefühl kategorisiert wird, das es gilt zu vermeiden und zu kontrollieren.

Ich möchte das klar stellen: ich bin absolut dafür, Strategien zu entwickeln, die einem Kind helfen können, in einer solchen Situation aus diesem ohnmächtigen Gefühl herauszufinden. Aber bevor wir das tun, ist es meiner Meinung nach wichtig, das Gefühl anzuerkennen. Dem Kind zu vermitteln: du bist okay, wie du bist, auch mit all deiner Wut. Das braucht keine langen Vorträge, keine komplizierten Annäherungsversuche, es braucht nur einen Satz: „Ich verstehe, dass du wütend bist.“ Fertig. Dieser Satz sagt meinem Kind nämlich, dass ich es nicht verurteile, weil es dieses Gefühl gerade hat, sondern dass ich das Gefühl anerkenne und mein Kind vollkommen annehme, auch wenn es „schlechte“ Gefühle hat.

Schlafendes Kind | berlinmittemom.com

Mein trauriges Kind

Wenn meine Kinder traurig sind, ist es natürlich heutzutage eine ganz andere Geschichte als früher, als sie noch klein waren. Heute können sie (meistens) in Worten ausdrücken, was ihnen das Herz schwer macht – sofern sie das mit mir teilen wollen. Früher war es wesentlich schwerer, ihre Stimmungen genauer zu entschlüsseln, wirklich zu begreifen, was sie gerade bewegt und auch den Grund für die Traurigkeit zu benennen und mit ihnen gemeinsam zu bearbeiten. Dafür schließen sie mich heute bewusster aus, wenn sie mir ihre Gefühle eben nicht mitteilen möchten. Dann machen sie die Tür zu und versuchen, selbst damit klar zu kommen und so sehr mich das vielleicht auch wurmt, ich muss sie dann in Ruhe lassen und akzeptieren, wenn sie diesen Raum ganz allein für sich beanspruchen.

Wirklich schwierig ist es auch, wenn wir vor der Trauer unserer Kinder stehen und nichts damit anfangen können. Nicht, dass wir nicht empathisch wären oder unsere Kinder nicht trösten wollen, aber manchmal hört unser Verständnis an dem Punkt auf, an dem wir der Meinung sind, es wäre jetzt aber mal genug und unser gespendeter Trost müsse (gefälligst!) Wirkung zeigen – unsere Kinder sind aber noch nicht so weit. Es gibt Fälle, da haben wir viel Verständnis, in anderen Situationen geraten wir leichter an das Ende unserer Geduld, weil wir einfach nicht begreifen, wieso ein in unseren Augen so geringfügiges Geschehen Anlass zu so großer Trauer ist.

Und wieder dürfen wir nicht urteilen. Wir dürfen nicht unser eigenes Empfinden als absoluten Maßstab an die Kinder anlegen und nicht bewerten, was jetzt „richtig“ oder „falsch“ ist. Ihre Gefühle gehören nur ihnen. Sie sind kein Abziehbild unserer Selbst, sie sind eigene Persönlichkeiten. Sie trauern anders, sie empfinden anders, sie suchen sich andere Lösungswege und Ventile für ihre Gefühle. Wir dürfen sie begleiten und wir können ihnen Strategien zur Verfügung stellen, aber wir dürfen unsere eigenen Strategien nicht absolut setzen. Sie brauchen Raum und Luft, auch in diesen Situationen sie selbst zu sein.

Mein ängstliches Kind

Meine drei Kinder sind so verschieden, wie sie nur sein können. Sie trauern unterschiedlich, sie haben sehr verschiedene Wutlevel und verarbeiten die Wut auch sehr unterschiedlich. Und wenn es um Ängste geht sind die Unterschiede ebenso groß. Was für den einen der blanke Horror ist, der garantiert Ängste triggert, bringt dem anderen erst richtig Spaß und so entstehen  unter den Geschwistern nicht selten Situationen, in denen eins zum anderen sagt: „Stell dich nicht so an!“

Der Umgang mit Ängsten ist ein sensibles Thema und ich bin hier zu Hause die große Anwältin der Ängste meiner Kinder bzw. deren Anerkennung. Immer wenn hier ein Kind Luft holt, um zum anderen zu sagen „Stell dich doch nicht so an!“, bin ich zur Stelle und erkläre geduldig, dass wir alle verschieden sind und dass jeder vor etwas anderem Angst hat. Und dass ich nicht erlaube, dass daraus eine Wertung gemacht und unterschieden wird in „normal“ und „übertrieben“. Untereinander nehmen Geschwister ja kein Blatt vor den Mund, daher achten wir sehr genau darauf, wie sie bei so sensiblen Themen miteinander umgehen.

Es geht auch hier um die Anerkennung. Es geht darum, zu sagen: „Du hast diese Angst. Ich muss das nicht verstehen, um  dir zu glauben, dass es so ist.“ Erst dann können wir uns daran machen, den Ängsten auf den Grund zu gehen oder gar sie zu bekämpfen.

Ich erkenne dich, ich lasse dich sein, wie du bist

Was ich sagen möchte: unsere Kinder sind sie selbst. So wie sie ihre Wut anders ausleben als wir, so unterscheidet sich auch ihre Art zu trauern von unserer. Wir sind nicht das Maß der Dinge, nur weil wir erwachsen und ihre Eltern sind. Denn genau in diesen Situationen, in denen unsere Kinder mit unguten und mächtigen Gefühlen kämpfen, Wut, Angst, Trauer, brauchen sie von uns vor allem die eine Gewissheit: dass wir sie begleiten und bei ihnen bleiben, dass wir unsere Kinder annehmen wie sie sind, egal wie „anders“ sie sich gerade fühlen oder wie getrennt von uns in diesen Gefühlswelten.

Wir sind wir, aber unsere Kinder sind ebenso sie selbst. Wir entscheiden nicht, wann sie aufhören sollen wütend, trotzig oder traurig zu sein. Das ist nicht unsere Aufgabe.

Die Aufgabe ist, sie zu erkennen im Kern ihres Wesens, individuell, jedes für sich und sie sein zu lassen, wie sie sind. Mit all ihren Gefühlen, mit dem vollen Spektrum, in ihrer pursten Freude und im tiefsten Leid, mit ihren Stärken und den Dingen, bei denen sie noch viel Raum für Entwicklung haben. Nicht nur, wenn sie uns ähnlich sind in ihrer Art und Weise, sie selbst zu sein. Unsere Kinder annehmen wie sie sind heißt, sie g a n z zu meinen.

Ich glaube, das ist schwer. Wir brauchen dafür Gelassenheit, Sicherheit in uns selbst und in unseren Rollen als Eltern und die Bereitschaft, alles zuzulassen und anzuerkennen, was unsere Kinder mitbringen und uns anbieten. Aber ich glaube auch, es ist machbar, wenn wir uns immer wieder daran erinnern: unsere Kinder gehören uns nicht. Wir sind nur ihre Begleiter und sie sind schon ganz und gar sie selbst, wenn sie bei uns ankommen.

Wie sagte mein Herzensmädchen einst, als sie noch sehr sehr klein war: „Mama, das kannst du gar nicht bestimmen: ich bin mein eigener Mensch!“ Und genauso ist es.

Wisst ihr, was ich meine?

Tipps für Eltern: Unsere Kinder annehmen wie sie sind | berlinmittemom.com

27 Kommentare

  1. Genau so ist es, ob Groß oder Klein: Kein Gefühl darf einem angesprochen werden, denn jedes Gefühl ist legitim und muss ausgelebt werden.
    Ich bin gespannt auf die Reise, herauszufinden, wer mein Sohn schon ist und werde versuchen, ihn der Mensch sein zu lassen, als der er auf die Welt gekommen ist.
    Vielen lieben Dank für deinen tollen Beitrag!

    • Das ist wirklich eine spannende Reise, das ist wahr. Und bei jedem Kind ist sie wieder anders. Ich bin auch noch auf diesen Pfaden unterwegs und weit davon entfernt, zu wissen, mit wem ich es hier zu tun habe. Aber es ist ein Riesengeschenk und eine Chance, die kleinen großen Seelen begleiten zu dürfen und wenigstens dafür zu sorgen, dass sie sich möglichst ungestört und unbeschnitten entfalten dürfen. Liebe Grüße an dich!

  2. Hallo Anna, vielen Dank für diesen wertvollen Text. Du triffst immer die richtigen Worte.

    Liebe Grüße
    Caro

  3. Ein sehr schöner Text, und so wahr! Das Herzensmädchen hat da etwas sehr KLuges gesagt! :-)
    Und mir gefällt auch gut, dass Du „die große Anwältin der Ängste meiner Kinder bzw. deren Anerkennung“ bist – das sehe ich auch als meine Aufgabe hier an.
    Ich habe ja ein Kind mit Downsyndrom und habe deshalb schon sehr früh – mit der Diagnose – festgestellt, dass mein Kind ganz anders ist als ich mir das vorgestellt hatte. Und dass ich es auch dann bedingungslos liebe, wenn es nicht meinen ursprünglichen Erwartungen und den gesellschaftlichen Normen entspricht. Eine sehr, sehr wichtige Erfahrung für mich!

    • Das ist noch mal ein ganz anderes Level, von dem du sprichst und da kann ich mir nicht anmaßen, zu wissen, wie das ist. Da hast du mir an Erfahrung definitiv ein Riesenstück voraus. Dennoch, in dem Wunsch, unsere Kinder zu lieben wie sie sind und nicht wie wir sie uns wünschen, sind wir uns sehr einig. Schön zu wissen, das unsere Kinder bedingungslos geliebt werden, auch wenn sie mal ganz und gar nicht den Erwartungen entsprechen.

  4. Oh ja, ich weiß was du meinst! Und gerade diese Woche habe ich diesen Hinweis mal wieder sooo dringend gebraucht. Mein Großer wird davon profitieren und ich danke dir dafür! Liebe Grüße Peggy

  5. Genau so! Danke. Habe gestern die Diagnose ADHS für meinen dritten bekommen. Rausgerotzt( ich kann es nicht anders sagen) von einer Lerntherapeutin, die mein Kind 1,5 Stunden erlebt hat. Ich bin immer noch sehr empört. Ich kann es einordnen, ich weiß!, dass mein Kind ganz genau Simon Ordnung ist wie es ist. Aber wie geht es anderen Eltern?? Wie unsensibel und grob kann man sein, einer Mutter so etwas hinzuknallen und sie dann noch nicht einmal aufzufangen, Ihr zu erklären, was das bedeutet, etc.
    Die Kinder so anzunehmen wie sie sind wäre für Eltern nicht so schwer, wenn die Gesellschaft einfach mal mehr akzeptieren würde, dass nun mal jeder unterschiedlich ist und sich keiner in eine Norm pressen lassen kann.

    • Liebe Anna, das hört sich schlimm an, was ihr da erlebt. Ich kann nur immer wieder sagen: Experten mögen fachlich Experten sein und das kann im Zweifel sehr hilfreich sein, sie sind aber n i c h t die Experten für das individuelle Kind. Das sind in der Regel die Eltern oder die nächste Bezugsperson. Ich kann bei sowas immer nur sagen: holt euch eine zweite Meinung. Verlasst euch nicht auf eine Expertenmeinung und wenn die Chemie zwischen Kind/Familie und Expertin nicht stimmt, dann kann es nicht funktionieren. Und du hast absolut recht: die Normen sind furchtbar und pressen uns alle in ein Schema F, dem letztlich niemand entsprechen kann. Oder sollte.

  6. Ich kann Dir sehr gut folgen und bin von Deinen Worten berührt. Danke für diesen Text.

  7. Pingback: Ich erkenne dich, mein Kind | Unsere Kinder annehmen wie sie sind – Edition Eltern

  8. Danke Anna von Herzen! Genau diesen Text habe ich heute gebraucht!
    Liebe Grüße, Carolin

  9. Liebe Anna.
    Deine Texte gefallen mir immer. Sehr. Dieser berührt mich ganz besonders. Lässt nochmal mehr nachdenken, schwer schlucken und tief atmen.
    Natürlich weiß ich auch, dass meine beiden ganz unterschiedlich sind. Doch im Alltag kommt das SeinLassen und nicht werten manchmal zu kurz bei mir. Dabei bin ich eine Löwenmama und immer mit Blick auf die beiden Mäuse und ihre kleinen Seelen.
    Danke dir von Herzen für diese kleine, große, superwichtige Erinnerung.
    Yasmin

    • Ach liebe Yasmin, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, was unsere Kinder von uns brauchen, wenn wir uns bewusst sind, dass wir nicht perfekt sind und uns immer wieder hinterfragen – dann kann gar nicht so viel schief gehen, daran glaube ich fest. Danke dir für deinen offenen wertschätzenden Kommentar. Alles Liebe für dich und deine beiden!

  10. Liebe Anna,
    wie immer: ein großartiger Text, der mich berührt und gerade zum richtigen Zeitpunkt trifft.
    Ich habe zwei grundverschiedene Kinder zu Hause, wovon eines mir sehr ähnlich ist und das andere eben nicht. Ich liebe beide von ganzem Herzen und doch fällt es mir oft schwer, zu akzeptieren, dass unser Kleinster nun mal so gar nicht ist, wie ich mir das dachte ;-)
    Ich werde deinen Text sicherlich noch sehr oft lesen und nehme ihn als Anstoß, noch etwas mehr an mir zu arbeiten und Dinge zu hinter fragen.

    Danke Anna-Deine Arbeit ist und bleibt einfach eine Bereicherung.

    Herzliche Grüße

  11. Oh Anna was für ein toller Text … mein Herz ist ganz groß .. ich sag auch oft, dass ich es verstehe, dass sie sauer wütend sind und das es ok ist.. versuche dann über Verständnis die Wutspirale zu durchbrechen und do oft kommt dann ein Geschwisterkind daher und Zack ein doofer Spruch .. ob das jemals aufhört? Liebe Grüße Emma

  12. Danke Anna…
    …fürs aussprechen!
    …fürs in solche Worte wickeln!
    …fürs (dran) erinnern!
    …fürs fühlen lassen, dass wir nicht alleine sind!
    …, danke Dir!

  13. Ein Text, der mich zu Tränen rührt. So wahr, so wichtig! Danke für diesen Text!

  14. So zufällig auf deinen Blog gestolpert & so froh und dankbar diesen Text von dir zulesen. Es ist so wahr! Danke

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