Als das Herzensmädchen noch ein Baby war, sah ich es zum ersten Mal: ihre empfindliche Kinderhaut reagierte bei Kontakt mit Pflegeprodukten oder auch Nahrungsmitteln mit vorübergehenden Rötungen und kleinen Pustelchen und mir wurde klar, sie hat meine sensible Haut geerbt. Natürlich ist Baby- und Kinderhaut immer empfindlicher als die von Erwachsenen, aber meine Geschwister und ich waren bereits alle drei Kandidat*innen für Ölbäder, Fettsablen&Co gewesen und mein Bruder entwickelte sogar recht früh eine manifeste Neurodermitis, daher war ich besonders aufmerksam bei meinen eigenen Kindern.

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Und es kam, wie es kommen musste: alle meine drei Kinder zeigen schnell Hautreaktionen, haben im Winter eine Neigung zu trockenen und schuppigen Hautflechten und reagieren leicht allergisch auf Mückenstiche. Zum Glück verteilen sich diese Attribute gerecht auf drei Kinder und bisher hat keins von ihnen Anzeichen einer echten Neurodermitis gezeigt (*klopftdreimalaufholz*). Aber das Thema empfindliche Kinderhaut begleitet uns stetig und so habe ich in Zusammenarbeit mit Apotal, einer Versandapotheke, deren Service ich in diesem Zusammenhang gleich mal ausprobieren konnte, unsere persönlichen Erfahrungen damit aufgeschrieben.

6 Tipps für empfindliche Kinderhaut

1. Konsequente Pflege

Feuchtigkeit und Fettgehalt der Haut stabil zu halten, gehört bei uns zum A und O. Kinderhaut unterscheidet sich nämlich in Struktur und Funktion von der Haut Erwachsener. Ihre Schutzfunktion ist noch nicht ausgereift ist und sie ist wesentlich dünner und reizanfälliger, so kommt es wesentlich leichter zu Rötungen, Trockenheit oder Juckreiz.

Um das Entstehen von juckenden und trockenen Hautstellen zu vermeiden, creme ich deshalb konsequent alle Kinder nach dem Baden oder Duschen gründlich ein. Je nach Jahreszeit variiere ich dabei zwischen mehr oder weniger fetthaltigen Lotionen und Cremes. Wir verzichten grundsätzlich auf alle Produkte mit Parfüm oder sonstigen Zusatzstoffen. Lustiger nach Himbeere duftender Badeschaum, der blubbert, kommt uns deshalb nicht in die Wanne. Weniger Zusatzstoffe belasten auch die Haut weniger, und wir bleiben bei der Pflege neben den speziellen Produkten für empfindliche Kinderhaut z.B. von Excipial Kids oder Linola bei naturkosmetischen von Herstellern wie Weleda oder 

2. Flechten und Ekzeme frühzeitig erkennen und behandeln

Damit vor allem im Winter auch bei Auftreten von flechtigen trockenen Stellen die Benutzung von verschreibungspflichtigen Salben nicht nötig wird, checke ich die Haut der Kinder regelmäßig auf "verdächtige Stellen". Wer einmal gesehen und ertastet hat, wie Ekzeme entstehen und sich entwickeln, erkennt sie recht früh. Zusätzlich zur Grundpflege kommt hier bei uns als Erstes reines Kokosöl zum Einsatz. Ob es nun tatsächlich die antimikrobielle Wirkung hat, die ihm zugeschrieben wird, oder nicht, bei uns hilft es zuverlässig, den Juckreiz zu lindern, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Schutzfunktion der Haut wieder herzustellen. Ich weiß nicht, ob das bei manifester Neurodermitis noch funktioniert, aber gegen unsere klar abgegrenzten schuppigen Flechten im Winter hat es noch immer geholfen.

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Wenn die Kinder anfangen zu kratzen, ist es allerdings schon fast zu spät, denn das Kratzen (oftmals nicht mit den allersaubersten Fingernägeln), reizt die empfindliche Kinderhaut noch mehr und macht sie zusätzlich anfällig für Infektionen. Hier kommt dann die Akutcreme mit Mikrosilber von Lavera zum Einsatz, die antiseptische Wirkung hat, damit nicht schärfere Geschütze aufgefahren werden müssen.

3. Shampoo für empfindliche Kopfhaut 

Zwei von drei Kindern neigen hier zu trockener Kopfhaut – auch das leider ein Erbe ihrer hautempfindlichen Mama. Daher achte ich auch hier auf Produkte mit möglichst wenig unnötigen Inhaltsstoffen. Tolle Erfahrungen habe ich dabei in letzter Zeit mit dem Family-Shampoo von Sante  gemacht, aber auch das Weleda Calendula Shampoo ist hier immer wieder im Einsatz. Wenn es mal arg juckt oder zu schuppig wird, benutzen wir Shampoos mit Teebaumöl, die den Juckreiz lindern und abschwellend wirken. Hilft sogar bei Mückenstichen auf der Kopfhaut!

4. Ölbäder und basische Bäder

Manchmal ist alles zu viel. Die Umwelteinflüsse sind zu viel, alles, was auf die Haut einströmt (immerhin unser größtes Organ), greift sie an und keine punktuelle "Behandlung" will helfen. Oft ist das im Winter der Fall, wenn so wenig Licht und Luft an die Haut kommt, aber auch zu anderen Jahreszeiten kann es nötig werden, die Haut mal als Ganzes so richtig zu verwöhnen und zu entspannen. Dann kommen bei uns entweder basische oder ölhaltige Bäder zum Einsatz. Gerade wenn die empfindliche Kinderhaut so angespannt ist, alles juckt und brennt, Kleidung nervt und schubbert und auch das Eincremen zur Qual wird, sind juckreizlindernde Bäder, die die Haut versorgen, beruhigen und ihre Selbstschutzfunktion wieder stärken, genau das Richtige. Hier setzen wir auf die Badezuätze von meinebase oder das Linola-Ölbad.

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5. Vorbeugen: frische Luft und Sonne tut gut!

Im Winter ist das natürlich schwierig, aber im Frühling, Sommer und auch im frühen Herbst lassen wir so oft und so viel wie möglich frische Luft und Sonnenlicht an die empfindliche Kinderhaut. Während das Pflegegrundprogramm am Abend nach dem Duschen weiter durchgezogen wird, kriegt die exponierte Haut tagsüber natürlich spezielle Sonnenpflege für empfindliche Haut. Aber das viele Licht und die frische Luft tun ihr übriges, um die Haut zu regenerieren. Im Sommer ist tatsächlich die Flechtenbildung wesentlich weniger und wir kommen mit weniger Einsatz beim Cremen aus.

6. Sonnenschutz für empfindliche Kinderhaut

Empfindliche Kinderhaut braucht aber selbstverständlich den entsprechenden Sonnenschutz. Es würde keinen Sinn ergeben, im Alltag darauf zu achten, dass Shampoo, Waschlotion und Cremes möglichst wenig Zusatzstoffe und Parfüme enthalten und dann beim Sonnenschutz sorglos zu sein. Auch hier achten wir darauf, dass die Produkte neben dem wichtigen UV-Schutz keine unnötigen Inhaltsstoffe haben, die die Haut zusätzlich belasten und reizen könnten. Die Produkte Eubos kommen dabei ohne PEG Derivate, ohne Alkohol und Parfüm und ohne Farbstoffe aus und auch die Sonnenschutzmittel von DayLong verzichten auf Parfüm und Konservierungsstoffe.

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Ansonsten gelten auch bei den kleinen Kandidat*innen für emfpindliche Kinderhaut die üblichen Regeln für's Sonnenbaden: nicht zu lange, immer mit Hut und Sonnenbrille, immer Nachcremen, niemals in der Mittagshitze in der Sonne sitzen, immer genügend Schattenpausen einplanen, bei Babys und Kleinkindern die direkte Sonne meiden und zusätzlich gerne UV-Schutzkleidung verwenden.

Mit diesen sechs Tipps kommen wir ganz gut mit den Empfindlichkeiten der Berlinmittekids zurecht und hoffen, dass das weiter so bleibt. Was sind eure Erfahrungen mit emfpindlicher Kinderhaut? Habt ihr auch so kleine Sensibelchen zu Hause?

 

signatur

 

1 Kommentar

  1. Ebenfalls gut geeignet für empfindliche und zu Neurodermitis neigender Haut sind die Alverde Ultra Sensitive-Cremes von dm. Die sind zudem etwas günstiger als die hier vorgestellten Cremes.

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