Es ist mal wieder Zeit für einen Buchtipp von Herzen – der erste in diesem Jahr. Heute legen wir euch nicht nur eine Lieblingsreihe vom Goldkind ans Herz, wir haben auch die Freude, ein Interview mit der Autorin veröffentlichen zu dürfen. Die Rede ist von der Reihe „Der zauberhafte Wunschbuchladen„* und die Autorin dieses Zauberuniversums ist die zauberhafte Katja Frixe.

Buchreihenliebe: Der zauberhafte Wunschbuchladen

Schon in unseren Buchempfehlungen vor Weihnachten war der Wunschbuchladen mit dabei, tatsächlich begleitet die Reihe uns aber schon viel länger. Wir haben den ersten Band bereits Anfang letzten Jahres angeschafft und das Goldkind ist sogleich in absolute Verzückung geraten beim Lesen der Geschichte.

Clara, Frau Eule und der zauberhafte Wunschbuchladen

Schauplatz der Geschichte ist die zauberhafte Buchhandlung von Frau Eule, in der es nicht nur alle Bücher gibt, die man sich so wünschen kann, sondern außerdem köstlichen Kaffee(duft), Schokotörtchen und den schlauen Kater Gustav, der am liebsten in Reimen spricht. Das wäre eigentlich fast schon zu schön, um wahr zu sein für eine Leseratte wie Clara, aber deren Augenmerk liegt zu Beginn dieser Geschichte auf ganz anderen Dingen: ihre beste Freundin Lene zieht in eine andere Stadt, der neue Sitznachbar in der Schule ist unerträglicherweise ein Junge und die neue Klassenlehrerin ist ausgerechnet die Frau, wegen der Claras Papa ausgezogen ist. Kein Wunder, dass Clara traurig und wütend ist und trotz Schokotörtchen mit Frau Eule und der zauberhaften Wunschbuchladenatmosphäre nicht von ihrem Elend abzubringen ist. Dann allerdings gerät der Wunschbuchladen in Gefahr und Clara wird gefordert.

Ein zauberhaftes Buch, an dem ich neben der Geschichte und den Figuren vor allem die schöne und sorgfältige Sprache mag, die Katja Frixe hier verwendet. Keine pseudo-kindliche Vereinfachungen, sondern gut gemachte Kinderliteratur, die ihre Leser*innen absolut für voll nimmt. Ich konnte absolut nachvollziehen, dass mein Goldkind gefesselt war und der zauberhafte Wunschbuchladen sofort zum Lieblingsbuch aufstieg, kaum dass sie in das Universum dieser besonderen Buchhandlung eingetaucht war.

Wunschbuchclub | berlinmittemom.com

Kein Wunder, dass sie sich einen Keks freute, als sie den zweiten Band rechtzeitig zu den großen Ferien von mir zum Zeugnis bekam. Wir nahmen „Der zauberhafte Wunschbuchladen: Der hamsterstarke Harry„* dann mit in die Sommerferien und sie stürzte sich begeistert auf die neue Geschichte mit ihren Lieblingsfiguren. Irgendwann in der Ferienzeit war das lesende Goldkind dann mit dem Wunschbuchladen in der Hand mal in meinem Instafeed zu sehen. Und plötzlich bekam ich eine Nachricht einer Followerin: „Viel Spaß mit dem Wunschbuchladen!“ Ich schnallte gar nicht von wem die Nachricht kam, sondern antwortete begeistert: „Das ist wirklich eins der liebsten Bücher aktuell und ich kann es von Herzen empfehlen!“ Und *PING* kam die Antwort zurück: „Ich habe die Bücher geschrieben!“

So kam ich erstmalig mit Katja in Kontakt, der Schöpferin all der wunderbaren Geschichten und Figuren im Wunschbuchladen. Wir stellten fest, dass wir sozusagen Fangirls voneinander bzw der Arbeit der jeweils anderen sind und ich fing an, Nachrichten zwischen dem Goldkind und Katja hin und her weiterzugeben. Denn mein Kind war nicht nur restlos begeistert von den weiteren Bänden der Reihe, sie fand es natürlich auch großartig, dass wir jetzt in Kontakt mit der Schöpferin all ihrer Lieblingsgeschichten und -charaktere waren und fragte immer mal wieder: „Wie wird es weitergehen, Mama?“ oder „Frag Katja mal, ob…“. Und so entstand die Idee zum Interview mit Katja auf meinem Blog, für das das Goldkind die Fragen ausgedacht und aufgeschrieben hat. Ich habe sie dann an Katja gemailt und sie schrieb mir die Antworten zurück, so dass ich sie euch heute hier präsentieren kann.

„Liebe Katja…“ Das Goldkind fragt, Katja Frixe antwortet

Inzwischen hatte das Goldkind mit den engen Freundinnen sogar einen Wunschbuchclub gegründet: die Mädchen lasen die Bücher oder lasen sich daraus vor, spannen die Geschichten weiter oder spielten sie als Rollenspiele nach. Der Wunschbuchladen war also den ganzen Sommer hier nicht wegzudenken. Einige der Fragen haben die Clubmitglieder dann auch gemeinsam aufgeschrieben…

Der zauberhafte Wunschbuchladen | berlinmittemom.com

Was hat Sie inspiriert?

Ich bin einfach wahnsinnig gern in Buchhandlungen und mag es, von Büchern
umgeben zu sein. Es gibt ja soooo viele Bücher zu soooo vielen verschiedenen
Themen, da habe ich mir einfach vorgestellt, dass diese Bücher auch ganz
unterschiedliche Charaktere haben, so wie wir Menschen. Nach und nach kamen
dann die anderen Figuren dazu, zuerst Frau Eule, die gute Seele, die mit den
Büchern spricht und sich um ihr Wohlbefinden sorgt. Clara, das bücherverrückte
Mädchen, das seine Zeit am liebsten rund um die Uhr im Wunschbuchladen
verbringen würde. So war ich früher auch – es war immer ein Highlight für mich,
wenn wir aus unserem Dorf in die Stadt gefahren sind, um in die Bücherei oder
in einen Buchladen zu gehen. Einen dieser Buchläden meiner Kindheit gibt es
noch heute und der war tatsächlich das Vorbild für den Wunschbuchladen. Dort
gibt es nämlich genauso eine gemütliche Empore wie bei Frau Eule!

Warum aus Claras Perspektive?

Das Buch richtet sich ja an Leserinnen und Leser ab 8/9 Jahre. Ich habe mir
gedacht, dass sich die Kinder am besten in die Geschichte hineinversetzen
können, wenn sie jemand erzählt, der in etwa ihr Alter hat. Es wäre bestimmt
auch lustig gewesen, die Handlung aus der Perspektive von Kater Gustaf zu
beschreiben, aber der hätte dann zum Beispiel nicht so viel Einblick in Claras
Familie gehabt. Da gibt es ja auch ein paar witzige Charaktere, die wir sonst
vielleicht nicht kennengelernt hätten.

Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreiben?

Das ist ganz unterschiedlich. Für den ersten Band vom Wunschbuchladen habe
ich fast ein halbes Jahr benötigt. Aber da musste ich mir natürlich erst mal
die grundlegenden Dinge überlegen – wie die Schauplätze aussehen sollen, wer
alles mitspielt, wie der Charakter der einzelnen Figuren ist, aus welcher
Perspektive ich erzähle … der zweite Band hat nur drei Wochen gedauert, weil
viele Dinge eben schon feststanden. Meine Schreibgeschwindigkeit hängt aber
auch immer davon ab, wie müde ich gerade bin. An manchen Tagen habe
ich einfach überhaupt keine Idee, da schreibe ich vielleicht nur drei Sätze.

Interview mit Katja Frixe | berlinmittemom.com

Wie sind Sie auf die Charaktere gekommen?

Viele Figuren ähneln tatsächlich Menschen aus meinem Umfeld. Claras Oma
beispielsweise ist im Prinzip genauso wie meine eigene Oma. Die hat auch immer
wie eine Wilde Kartoffelpuffer gebacken. Klopsi ist eine 1-zu-1-Abbildung
unseres Hundes, den wir früher mal hatten. Der sprechende Spiegel stammt
ursprünglich natürlich aus „Schneewittchen“, das ich meinen Kindern in der
Wunschbuchladen-Entstehungszeit oft vorgelesen habe. Die Idee hat mir so gut
gefallen, dass ich sie einfach mit in den Wunschbuchladen genommen habe.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?

Das ist eine schwierige Frage. Ich mag eigentlich alle Figuren, selbst die
Klassenzicke Vivi. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich
Kater Gustaf. Er ist ein bisschen frech, ein bisschen selbstverliebt, aber
gleichzeitig eine ganz treue Seele. Mir gefallen seine Gedichte und er liebt
Schweden, genau wie ich.

Wird es noch mehr Wunschbuchläden geben?

Das hoffe ich sehr! Ideen hätte ich jedenfalls genug!

Liebe Katja, an dieser Stelle von Herzen danke, dass du dem Goldkind und dem ganzen Wunschbuchclub die Fragen beantwortet hast. Und überhaupt: danke für deine zauberhaften Bücher! Wir sind ja wirklich fleißige Leser*innen in dieser Familie und haben schon einiges an wunderbaren Geschichten in unseren Gehirnen und Herzen verankert, von der Kleinen Dame* über Harry Potter, Igraine Ohnefurcht*, die Kinder aus Sommerby*, die Penderwicks* oder die Geschwister aus Narnia* (um nur einige zu nennen) – deine Geschichten gehören für uns fest in die Herzensbibliothek der Familie.

Allen lesebegeisterten Kindern ab ungefähr acht Jahren legen wir die Reihe „Der zauberhafte Wunschbuchladen“ unbedingt ans Herz! Es gibt inzwischen übrigens nach Band 1 und 2 auch noch die Bänder „Schokotörtchen für alle“ und „Weihnachten mit Frau Eule„*, hier natürlich ebenfalls heiß geliebt. Und ganz neu bei uns eingezogen ist Katjas neues Buch „Sternschnuppenmädchen„*. Das lesen wir jetzt erstmal und erzählen euch dann, wie es uns gefallen hat. Aber ich hab da schon so eine Ahnung, in welche Kategorie auch dieses Buch gehört…

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7 Kommentare

  1. Wir haben gerade die ersten beiden Bände des Wunschbuchladens gelesen und fanden sie ganz wunderbar. Meine Tochter (9) ist schon sehr gespannt auf die nächsten Abenteuer.
    Ich werde ihr das Interview heute nachmittag gleich zeigen.
    LG Ute

  2. Meeega
    Wie cool ist das denn bitte?

    Gesendet von einer Muddi des mindestens zweitgrößten Wunschbuchfans nach euch

  3. Ach wie schön, hier das Interview zu lesen. Hier gibt es auch ein sehr begeistertes Kind, dass den ersten Band demnächst in der Schule vorstellen wird. Ich werde ihm am Wochenende das Interview zu lesen geben. Und was es sich als nächstes für ein Buch wünscht, kann ich mir auch gut vorstellen. ;-)

  4. Katja Wildgrube Antworten

    Danke für diesen schönen Tipp!!! Kennt ihr eigentlich „Die Duftapotheke“? Meine Tochter ist in Goldkinds Alter und ist da gerade mächtig am Lesen :-)

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