Meine Freitagslieblinge sind im Herbst angekommen! Das Wetter hat sich wie aufs Stichwort mit dem Übergang in den September komplett auf September umgestellt und die Kinder gehen morgens mit Kapuzenpullis über ihren T-Shirts aus dem Haus, die sie erst gegen Mittag in ihre Schultaschen stopfen, wenn der Tag sich aufgewärmt hat.

Mein Lieblingsbuch der Woche für die Freitagslieblinge sind also passend meine liebsten Herbstgedichte. Ich bin ja ohnehin eine große Anhängerin von Poesie, daher lese ich sowieso immerzu Gedichte, mal mehr, mal weniger. Aber der Herbst ist die Zeit meines persönlich höchsten Gedichte-Konsums und ich lese täglich mehrere und lerne sie auswendig, damit ich sie immer bei mir tragen kann, auch wenn meine Gedichtbände zu Hause im Regal stehen. Dieser Band heißt „Gedichte fürs Gedächtnis„* und ich habe ihn vor vielen Jahren meiner Mutter geschenkt, die eine leidenschaftliche Gedichteleserin und -kennerin war. Das letzte, was sie selbständig tun konnte war, Gedichte aufzusagen, die sie im Laufe ihres Lebens gelernt hatte. Das letzte, was sie gehört hat, bevor sie starb, war eins ihrer Lieblingsgedichte, das ihre Freundin ihr vorlas. Es steht in diesem Buch.

Gedichtliebe | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsessen der Woche ist (noch) nicht ganz so herbstlich, denn ich habe mal wieder beim Lieblingsvietnamesen bestellt. Dieses Mal nicht nur für mich, sondern auch für meine Jury-Kolleginnen vom Scoyo Eltern!Blogaward2018, der sich mitten in der heißen Votingphase befindet. Darüber lest ihr ganz bald mehr auch hier bei mir, einstweilen könnt ihr aber schon mal hier sehen, wer die Finalistinnen sind und für wen ihr schon abstimmen könnt. Die Jury-Kolleginnen und ich haben jedenfalls lecker Vietnamesisch gegessen und dann einen schönen Podcast aufgenommen, bei dem es sich um den Blog Award und das Thema desselben dreht: Förderung & Nachhilfe für Schulkinder – wie fördern wir richtig? Wie gehen wir als Eltern mit den Anforderungen um, die an unsere Kinder gestellt werden, sobald sie in dieSchule gehen. Lecker war’s und Spaß hat es gemacht! Den Podcast könnt ihr dann am 17.09. bei Scoyo anhören.

Freitagslieblinge: Essen vom Vietnamesen | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war wieder ein Augenblick bei den Pferden, draußen, raus aus der Stadt. Die Große war leider krank und auch der Sohn schwächelte schon, aber er wollte unbedingt mit zum Reiten, also fuhr ich mit den zwei Kleinen. Was ich dort so liebe, ist nicht nur, dass die Kinder zum Reiten kommen, was sie einfach glücklich macht. Es ist auch die ganze Interaktion mit den Tieren, die Notwendigkeit, sich voll auf sie einzulassen, die Zeit im Freien und in der Natur… Ich weiß, ich wiederhole mich, aber das sind einfach mit unsere kostbarsten Momente in der Woche. Wir haben die Große diese Woche dabei sehr vermisst.

Zeit mit den Pferden | berlinmittemom.comReiten für Kinder | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsmoment  nur für mich war leider quasi gar nicht existent. Ja, es war schön bei den Pferden und auch ich habe wie jede Woche die Mini-Auszeit dort sehr genossen, aber schon am Montag, der Tag an dem wir immer zu den Pferden fahren, war der Teenie krank im Bett zu Hause und wie beim Domino ging das munter so weiter die ganze Woche. Erst ein krankes Kind, dann zwei, dann eine kleine Migräneepisode, dann wieder ein Kind, das ich krank aus der Schule holen musste. Gefühlt war ich genau dann für mich, wenn ich abends ins Bett gegangen war – und sofort erschöpft einschlief. Also gibt es diese Woche keinen echten Lieblingsmoment nur für mich. Dafür zeige ich, wofür ich diese Woche besonders dankbar war: auf dem Balkon arbeiten geht noch, trotz Wind! Das gibt mir ein Minigefühl von Freiheit und Durchatmen können. Das war schön.

Freitagslieblinge: Balkonbüro | berlinmittemom.com

Meine Inspiration der Woche habe ich bei Ze.tt gefunden, wo die wundervolle und saukluge Mareice Kaiser über das Phänomen „Mental Load“ geschrieben hat. Und nicht nur darüber. In ihrem Artikel Das Unwohlsein der modernen Mütter  schreibt sie über die Mütterrollen, die uns allen zugeschrieben werden und warum es unmöglich ist, sie zu erfüllen. Sie greift eine Studie auf, in der das (mangelnde) Wohlbefinden von Müttern in Deutschland aufgezeigt wird und beleuchtet, warum es sich bei den Ursachen dafür um strukturelle und gesellschaftliche Aspekte handelt und nicht darum, dass Kinder eben unglücklich machen. Ein Text, bei dem ich nicht nur heftig genickt habe und mich darin wiedererkennen konnte, sondern den ich auch schon diversen Freundinnen empfohlen und auf meiner Facebookseite geteilt habe. Lest ihn, er handelt von euch. Von uns allen.

Mareice Kaiser: Das Unwohlsein der modernen Mutter

Mein Lieblingsmensch der Woche ist in dieser Edition der Freitagslieblinge die freundliche und humorvolle Dame beim Bürgeramt, wo ich mit dem Herzensteenie ihren neuen Reisepass und den ersten Personalausweis abholen musste. Ehrlich, wir wissen es alle, man begegnet auf Ämtern nicht immer den aufgeräumtesten Zeitgenossen. Die Erfahrung haben wohl viele von uns schon machen dürfen. Aber ich stelle immer wieder fest, dass das alte Sprichwort in der Regel stimmt: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“ Ich kann nicht behaupten, dass ich damit immer Erfolg gehabt hätte, aber grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die meisten Menschen auf Freundlichkeit auch freundlich reagieren. Und das eben längst nicht alles, was pampig oder unhöflich rüberkommt, in jedem Fall auch respektlos, distanzlos und frech gemeint gewesen ist. Ich bin ehrlich gesagt sicher, dass die Menschen, die da in diesen Dienstleistungsjobs sitzen, sich viel mehr anhören müssen, als wir, die wir da mit einem speziellen Anliegen ankommen. Und dass ihnen dann eben manchmal auch die Hutschnur reißt. Was nicht gut und vielleicht nicht professionell ist, aber doch so menschlich.

Freitagslieblinge: Reisepass | berlinmittemom.com

Umso mehr hat mich die Begegnung mit dieser Dame gefreut, die gut gelaunt und blitzschnell ihren Job gemacht hat, ein Witzchen auf Lager hatte für den Teenie und ein nettes Geplänkel mit mir. Wir waren innerhalb von Minuten aus dem Amt wieder raus und hatten auch noch ein Lächeln im Gesicht und das Gefühl, dass wir jemand wirklich Nettes getroffen hatten. So kann das nämlich auch gehen.

Damit sind meine Freitagslieblinge für diese Woche komplett und ich öffne die Linkliste wie immer bis Sonntagnachmittag. Ich freue mich auf all die Lieblingsmomente und Inspirationen der Woche von den lieben Kolleginnen.

Kommt gut ins Wochenende!

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3 Kommentare

  1. Unglaublich! Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. :-O
    Ich war diese Woche auch auf dem Amt um Reisepass und Perso (allerdings vom Mittleren abzuholen!)
    #onlinezwilling

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