Dreht die Welt sich immer schneller oder ist mein Kopf einfach zu langsam für dieses Karussell? Wie auch immer es sich verhält, die Freitagslieblinge sind am Start.

Mein Lieblingsessen der Woche haben wir hier am Sonntag gegessen. Es gab Lachsfilets vom Grill mit Dip, Ofengemüse und dazu ein Kartoffelstampf mit gebratenem Spitzkohl, das meine Mama schon immer so gemacht hat. Dafür wird der Spitzkohl in feine Streifen geschnitten und in einer Mischung aus Olivenöl und ein bisschen Butter bei mittlerer Hitze in der Pfanne gebraten, bis er goldbraun geröstet ist. Währenddessen kocht man Salzkartoffeln, gießt das Wasser ab und dämpft die Kartoffeln im heißen Topf ab, gibt ca. 20g Butter und Milch dazu (je mehr, je cremiger), stampft alles durch und schmeckt mit Salz, Pfeffer und Muskat ab. Dann wird der Spitzkohl untergemischt. Köstlich!

Gegrillter Lachs | berlinmittemom.com

Das Lieblingsbuch der Woche bekam ich gestern von meiner lieben Nachbarin und Freundin Verena Pausder geschenkt – es ist ihr brandneu erschienenes Buch „Das neue Land. Wie es jetzt weitergeht“ und ich kann es kaum erwarten, es zu lesen. Gestern Abend habe ich schon damit angefangen und fühle mich gleich von Verenas Visionen mitgenommen. Ich kenne sie seit vielen Jahren vor allem als eine Frau der Tat. Sie redet nicht nur, sie macht. Und sie fährt für ihre Ideen immer mit voller Kraft, das ist wirklich nicht nur inspirierend, sondern auch überzeugend. Der Erfolg gibt ihr recht, und so sind nicht nur ihre letzten Projekte #wirfürschule und #stayonboard keine Eintagsfliegen, sondern auch die von ihr gegründeten und/oder geführten Unternehmen sind erfolgreich und vor allem zukunftsorientiert. Ich habe sie schon einmal für meinen Blog interviewt, ihr findet ein Porträt von ihr hier.

Verena Pausder, Das Neue Land | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsmoment der Woche war ein Draußenmoment. Im Augenblick, wo mir die Stadt oft zu viel ist, bedeutet der morgendliche Lauf durch den Park das bisschen Kontakt zur Natur, das ich hier haben kann. Im Moment ist die Luft so früh am Tag kühl und weich wie Seide, und es tut gut, draußen zu sein, wenige Menschen zu treffen, andere Geräusche als Stadtgeräusche zu hören. Hilft besonders gut beim Durchatmen zur Zeit.

Ententeich, Volkspark Friedrichshain | berlinmittemom.com

Meine Inspiration der Woche habe ich mal wieder auf Instagram gefunden. Seit Neuestem folge ich dort der klugen Miriam Junge auf Instagram, ihres Zeichens Psychotherapeutin, Life Coach und Autorin. Ihr Buch habe ich mir gerade erst bestellt, aber viele ihrer Themen auf Instagram finde ich unglaublich wichtig. Es geht um den Umgang mit Ängsten (und Panikattacken) und (inneren) Konflikten im Alltag, darum, wie man sich mit mehr Achtsamkeit im eigenen Leben besser ausbalanciert und letztlich darum, wie man seine psychische und emotionale Gesundheit so pflegt, dass man widerstandsfähig und mit möglichst wenig Stress durchs Leben kommt. Ich finde in vielen Posts und Stories auch so etwas wie einen Atni-Depressions-Leitfaden, auch wenn das wahrscheinlich viel zu kurz gegriffen ist, es so auszudrücken. Es gibt jedenfalls zu vielen Themen dort wunderbare und hilfreiche Ansätze und ich lege ihr Account @miriam_junge allen ans Herz, die sich mit dem Thema „mental health“ herumschlagen und nach Anregungen und neuen Wegen suchen, besser und stabiler mit den Anforderungen des Alltags fertig zu werden.

Miriam Junge, Instagram | berlinmittemom.com

Mein Lerneffekt der Woche… puh. Atmen. Aushalten. Es brennt in Moria, es brennt an den Außengrenzen von Europa schon lange, es brennt auch im Amazonas und in Kalifornien. Und woanders ist Land unter. All das im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Irgendwie hilft mir gerade nur der Versuch, radikal bei mir zu bleiben. Jeden Tag aufs Neue auszuloten, wie weit ich ins Außen gehen kann, wieviel News ich verarbeitet kriege und wo die Grenze ist, ab der mir alles zu viel wird und ich den größten Weltschmerz überhaupt kriege. Und zu viel Wut. Also Atmen. Aushalten. Versuchen, im Kleinen g u t zu sein. Und beten:

God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
Courage to change the things I can,
And wisdom to know the difference.
Living one day at a time,
Enjoying one moment at a time,
Accepting hardship as a pathway to peace,
Taking, as Jesus did,
This sinful world as it is,
Not as I would have it,
Trusting that You will make all things right,
If I surrender to Your will,
So that I may be reasonably happy in this life,
And supremely happy with You forever in the next.
Amen.

FRAGESTUNDE…

Diese Woche sammele ich noch weiter Fragen und Anregungen von euch, nächste Woche gibt es wieder Antworten. Ich schreibe übrigens gerade am nächsten Corona-Alltagscheck, denn obwohl gerade die Verharmlosen von Covid19 immer laut verkünden, es kenne ja niemand jemanden, der es wirklich habe, gab und gibt es in unserem relativ nahen Umfeld einige Fälle. Wie wir damit umgehen und wie und warum wir uns schon mehrfach haben testen lassen, lest ihr dann am Montag im Corona Alltagscheck für September.

Die Freitagslieblinge sind damit komplett, ich wünsche euch allen ein wundervolles Wochenende.

Passt auf euch und aufeinander auf.

 

1 Kommentar

  1. Hallo Anna, was machst du mit all den Büchern, die du liest? Alle behalten? Oder verschenken? Als E-book aufbewahren? Viele Grüße von der Ostsee in meine alte Heimat!

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