Was sind typische Sommergerichte für euch? Alles vom Grill? Leckere Salate? Oder auch mitgebrachte Rezepte aus südlichen Ländern, die ein warmes Feriengefühl herbeizaubern? Die selbstgemachte Paella, die wir hier letzte Woche hatten, ist so ein Gericht: köstlich, duftend und wie ein Gruß vom Mittelmeer. Das lässt selbst das wechselhafte Ostseewetter lieblicher erscheinen.

Der Sommer ist nämlich ein bisschen schwierig dieser Tage, zumindest hier oben auf dem Darß. Anders als in den letzten beiden Jahren, wo wir hier mit Sonne verwöhnt wurden, haben wir seit Anfang Juli schon viele Regentage gehabt und waren erst zwei mal so richtig am Ostseestrand. Eigentlich finden wir das gar nicht schlimm, haben wir doch mit der Fertigstellung unseres Traumprojekts „Haus Auri & Haus Jorun“ genug zu tun. Ein bisschen mediterranes Feeling auf dem Teller ist dennoch wunderbar und holt uns den Sommer ins Haus, auch wenn es draußen tröpfelt.

Wir waren also entzückt, als das Herzensmädchen mal wieder den Kochlöffel geschwungen und uns eine klassische  Paella gezaubert hat.

Klassische Paella | berlinmittemom.com

Klassische selbstgemachte Paella: was gehört hinein?

Paella ist ein spanisches Reisgericht, das aus der Gegend um Valencia stammt und mit Reis, Gemüse und Fleisch zubereitet wird. Paella ist ursprünglich das katalanische Wort für die spezielle Pfanne, die für das Rezept verwendet wird, heute werden Gericht und Pfanne gleichermaßen so genannt. Im Originalrezept für die Paella Valenciana werden weiße und grüne Bohnen sowie weißes Fleisch wie Huhn oder Kaninchen verwendet, es gibt aber landesweit unendlich viele Varianten dieses Gerichts. Immer dabei sind aber Safran, um dem Reis die charakteristische gelbe Farbe zu verleihen und frischer Rosmarin. Die Variante mit Fisch oder Meeresfrüchten nennt man Paella de marisco.

Was ist also das beste Rezept für selbstgemachte Paella? Wie gelingt die klassische Paella am besten? Und was sind die wichtigsten Zutaten für das spanische Reisgericht?

Rezept für Paella | berlinmittemom.com

Tatsächlich ist eine Paella viel einfacher zu machen, als man vielleicht so denken könnte, vorausgesetzt, man hat neben den richtigen Zutaten auch das passende Equipment. In diesem Fall braucht man vor allem eine ausreichend große Pfanne, die nicht zu hochwandig und am besten beschichtet sein sollte, damit nichts anbackt. Wir haben uns tatsächlich extra für diesen Zweck eine ovale Fisch- bzw. Schmorpfanne (Amazon Partnerlink) mit Deckel angeschafft, die mit einer Größe von 38x26cm genug Fassungsvermögen für eine große Portion Paella hat.

Paella de marisco für 8 Personen

Wir haben uns für eine Paella mit Fleisch und Meeresfrüchten entschieden, in unserem Fall haben wir Hühnchen und Garnelen genommen. Als Gemüse haben wir grüne Erbsen und Frühlingszwiebeln gewählt. Um die Ferienbande hier satt zu kriegen brauchten wir vor allem: genug Reis!

Zutaten für selbstgemachte Paella de marisco

  • 500g Rundkornreis (Paellareis gibt es im Supermarkt,  Risottoreis geht aber auch sehr gut)
  • 500g TK Erbsen
  • 800g Hähnchenbrustfilet, in mundgerechte Stücke zerteilt
  • 400g rohe Garnelen ohne Schale, aufgetaut oder frisch (wenn man welche mit Schale nimmt, braucht man ca. 600g)
  • 2 weiße Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, durchgedrückt
  • Blätter von 1 Bund glatte Petersilie
  • 3 Stiele frischer Rosmarin
  • ca. 1,8l Gemüsebrühe oder wer mag Geflügelfond
  • 150ml trockener Weißwein
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 0,2g Safranfäden
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1TL geräuchertes Paprikapulver
  • ca. 200ml Olivenöl
  • 1 Biozitrone

Paella mit Garnelen | berlinmittemom.com

Zubereitung

1. Das Hähnchenbrustfilet zerteilen, von Fett befreien und mit dem edelsüßen Paprikapulver, sowie Salz und Pfeffer einreiben, in einer Schüssel abgedeckt beiseite stellen.

2. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in fein Würfelchen schneiden bzw durchdrücken, Petersilienblätter waschen, trocken schütteln und mit dem Wiegemesser (Amazon Partnerlink) fein hacken. Gemüsebrühe ansetzen und die Safranfäden in der Brühe erhitzen. Dabei verteilt sich die gelbe Farbe des Safran besonders gut.

3. Hälfte des Olivenöls in der beschichteten Pfanne erhitzen und die marinierten Hähnchenteile rundherum goldbraun anbraten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

4. Im selben Öl den durchgedrückten Knoblauch für maximal eine Minute anbraten, dann die rohen Garnelen hinzugeben und mitbraten, bis sie sich rosa verfärben. Knoblauch und Garnelen mit der Schaumkelle aus der Pfanne geben, in einer Schüssel kräftig pfeffern und abgedeckt beiseite stellen. Jetzt das restliche Olivenöl in die Pfanne geben und Zwiebeln und Knoblauch glasig anbraten.

5. Den rohen Reis hinzugeben und einige Minuten mitbraten. Nicht zu viel rühren, da der Reis sonst zu schnell zu viel Stärke verliert und die Gefahr besteht, dass die ganze Paella matschig wird. Die getrocknete Chilischote hacken und kurz mitbraten, ebenso das geräucherte Paprikapulver.

6. Jetzt den Reis mit dem Weißwein ablöschen und kurz aufkochen. Ist der Wein fast verkocht, wird die heiße Gemüse-Safran-Brühe angegossen und ebenfalls einmal aufgekocht. Nun kommen die Hähnchenbrustfilets wieder dazu, ebenso zwei Zweige Rosmarin. Hitze reduzieren, Deckel auflegen und alles 20-25 Minuten sanft köcheln lassen. Ab und zu vorsichtig umrühren.

7. Nach 10 Minuten die Erbsen und Garnelen zum Reis dazugeben und die restliche Garzeit mitkochen.

8. Restliche Rosmarinzweige entnadeln, die Nadeln hacken und zu den gehackten Petersilienblättern geben. Zitrone aufschneiden und bereitstellen.

9. Die fertige Paella mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit den gehackten Kräutern bestreuen und mit den Zitronenspalten servieren. Jeder kann sich dann seine Portion nach Geschmack mit Zitronensaft beträufeln.

Rezept für Paella | berlinmittemom.com

Wir waren hier von dem spanischen Klassiker alle so begeistert, dass alle Zutaten für die Wiederholung schon auf dem Einkaufszettel stehen – selbstgemachte Paella kommt hier ins Alltagsrepertoire. Beim nächsten Mal würde ich übrigens mehr Gemüse hinzufügen und dafür weniger Fleisch machen. Für die Veggies der Familie ist ja auch Fleisch zum Raussuchen nicht so ideal, insofern probieren wir hier als Nächstes die vegane Variante.

Wäre das Rezept was für euch?

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Anna,

    das Rezept klingt sehr lecker – und wird bestimmt in den nächsten Tagen nachgekocht.
    Wir sind gerade übrigens auch auf dem Darß (Prerow). Da mir deine Reiseberichte von dort immer so gut gefallen haben, haben wir letztens Jahr beschlossen, unseren Sommerurlaub mal hier zu verbringen. Und es gefällt uns, trotz einiger Regentage, sehr sehr gut!

    Habt noch schöne und vor allem sonnige Urlaubstage!

    Lieben Gruß von
    Caro

  2. Liebe Anna,
    hm das klingt lecker und ruft zum nachkochen auf :-)!

    Kennst du übrigens das Kochbuch SIMPLE von Ottolenghi? Ich glaube, ihr hättet viel Freude mit den Rezepten daraus!

    Wie seid ihr eigentlich auf die schönen Namen für euer Haus gekommen?
    Für euch weiterhin schöne Urlaubstage!

    LG Romy

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