Oh, was habe ich für viele Kommentare und weitere Lesetipps bekommen nach meinem Artikel mit den Buchtipps für die Sommerferien letzte Woche, per Mail, per Direct Message und in Social Media – herrlich! Daher bin ich auch supermotiviert, gleich die nächste Leseliste nachzulegen: hier kommen unser Kinderbuchtipps für den Sommer mit den sechs besten Kinderbüchern für ungefähr Zehnjährige. Natürlich wie immer sehr subjektiv.

Welche Kinderbuchtipps sind die richtigen für die Ferien? Was sind die Bücher, in die unsere Kinder sich als Sommerlektüre vertiefen? Und mit welchen Leseerlebnissen verbinden sie später ihre Sommer?

Ich habe für euch die aktuellen Lieblinge und Sommerlesetipps vom Goldkind zusammengestellt

Unsere Kinderbuchtipps  für den langen Lesesommer (ab 10)

Wir haben einiges an Lesestoff dabei, aber das Goldkind darf sich auch auf Vorlesestunden freuen, denn die große Schwester, vielleicht die leidenschaftlichste Leserin, hat noch immer Freude an gut geschriebenen Kinderbüchern und hat schon angemeldet, einiges mit- und vorlesen zu wollen.

Erinnert ihr euch an unsere Buchvorstellung von „Penelop und der funkenrote Zauber„*? Wir waren unglaublich begeistert (übrigens auch vom entsprechenden Hörbuch*) und haben uns wahnsinnig gefreut, dass die Autorin Valija Zinck etwas Neues geschrieben hat.

Drachenerwachen* ist der erste unserer Kinderbuchtipps für einen fesselnden Lesesommer.

Buchtipps für Kinder am 10 | berlinmittemom.com

Drachenerwachen* heißt ihr neues Buch, und es sieht schon von außen wunderbar und zauberhaft aus. Glitzernde Drachenschuppen auf dem Buchdeckel und wunderschöne Illustrationen im Inneren begleiten die Geschichte um Johann und Janka, die bei ihrer Nachbarin Frau Tossilo einen echten Drachen entdecken – mitten in Berlin und im 8. Stock. Was dann entsteht ist eine abenteuerliche Geschichte, in der die beiden Geschwister und Frau Tossilo Abenteuer bestehen und letztlich ihren Drachen retten müssen. Wir sind noch nicht durch, aber die Geschichte hat wohl ein offenes Ende, daher sind wir schon jetzt ganz erleichtert, dass es mit Drachenleuchten* bereits einen Folgeband des fantastischen Abenteuers gibt.

Wildhexe – Die Feuerprobe* heißt der erste Band einer Reihe der dänischen Autorin Lene Kaaberbøl, das wir ebenfalls für die Ferien gekauft haben – der zweite unserer Buchtipps für Kinder .

Die Geschichte fängt superspannend an: die zwölfjährige Clara wird auf dem Weg von der Schule nach Hause von einem schwarzen Kater angefallen, der ihr zuvor schon gefolgt war. Zunächst wird sie krank, aber dann bemerkt sie, dass sie eine besondere Gabe hat, die sich wohl durch die Verletzung erst wirklich entfaltet hat. Sie hat den sogenannten Wildsinn und kann mit Tieren kommunizieren.  Tatsächlich ist der Kater eine wichtige Figur in der Geschichte und so etwas wie ihr Totemtier. Jetzt muss Clara aber zunächst lernen, mit ihren Kräften umzugehen, denn sie ist eine Wildhexe und vor ihr liegt eine schwere Prüfung. Zum Glück kennt ihre Tante Isa sich mit der Materie aus und Clara geht für eine Zeit der Ausbildung zu ihr, die ganz einsam in einem abgelegenen Haus mitten im Wald lebt – umgeben von lauter Wildtieren…

Kinderbuchtipps für Mädchen ab 10 | berlinmittemom.com

Uns fasziniert das fantastische Setup, in dem das ganz und gar durchschnittliche Leben eines ein wenig unsicheren Mädchens sich nicht nur plötzlich von Grund auf ändert, sondern in dem es auch um den Stellenwert von Tieren und Natur in unserer Welt geht. Wir sind gespannt auf die weiteren Bände!

Auch für unseren nächsten Lesetipp gibt es bereits zwei Folgebände:

Twyns: Die magischen Zwillinge* ist der erste Band der Reihe von Michael Peinkofer, in der es um zwei völlig verschiedene Welten geht und um zwei ebenso verschiedene Mächen. Wynn lebt als Prinzessin ein langweiliges Leben in der Anderwelt, bis ein magischer Elfenstein sie unverhofft in die Menschenwelt bringt. Dort begegnet sie plötzlich Anny, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht und die beiden beschließen, ihre Rollen zu tauschen…

Lieblingsbücher für Mädchen | berlinmittemom.com

Was beginnt wie eine Variation von „Das doppelte Lottchen“ oder „Die Märchenbraut“, in der mithilfe eines Rings von der Märchenwelt in die Menschenwelt und wieder zurück geswitcht werden kann, entwickelt sich zu einer Geschichte um die Rettung eines Königreichs. Denn die beiden Mädchen sind ein Zwillingspaar, getrennt damit das Königreich fortbestehen kann – und auch jetzt noch hat eine böse Macht es auf sie abgesehen.

Dieses fantastische Schwesternpaar zwischen den Welten macht uns Lust auf die Geschichte, die dann mit Zwischen den Welten* und Der dunkle König* weitererzählt wird.

Unsere Nummer Vier der Kinderbuchtipps für die Sommerferien hat ebenfalls Elemente aus dem Bereich des Märchens und hat mich schon als Klappentext völlig in Bann gezogen…

Das Mädchen, das den Mond trank* ist die Geschichte einer gefürchteten und verhassten Märchenfigur – der Hexe. Sie lebt in einem Wald und lebt damit, dass sie in Wirklichkeit gar nicht böse ist, so wie alle denken. Jedes Jahr opfern die Menschen ihr ein Kind, damit sie vor ihr geschützt sind. Und jedes Jahr rettet die Hexe das geopferte Kind und gibtt es in einem anderen Dorf zu liebevollen Eltern, denn sie ist an diesem Opfer nicht interessiert und hat nichts Böses im Sinn.

Buchtipps für Kinder | berlinmittemom.com

Aber in diesem Jahr passiert ihr ein Missgeschick und sie gibt dem geopferten kleinen Mädchen, das sie gerettet hat, aus Versehen Mondlicht zu trinken – sie verabreicht dem Kind pure Magie. Was jetzt passiert, verselbständigt sich im Laufe der Geschichte, denn Luna, wie das kleine Mädchen nun heißt, erlangt durch das Mondlicht unvorstellbare Macht. Die Hexe behält es bei sich und zieht es auf, um es auf den Umgang mit dieser Macht vorzubereiten. Und in der Hoffnung, dass Luna ihre Macht für das Gute einsetzen wird…

Wir können es kaum erwarten, in diese wunderbare Märchenwelt einzutauchen!

Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen* hat nun gar nichts mit Märchen oder Magie zu tun – oder vielleicht doch? Es ist eine ganz andere Art von Zauber, der in diesem Buch liegt. Entdeckt habe ich das Buch bereits, als ich September in New York war im Book Shop der Public Library.

Es handelt sich um den ersten Band der im Jahr 1899 angesiedelten Geschichten aus dem Leben von Calpurnia Tate, geschrieben von Jacqueline Kelly und erstmalig 2009 erschienen. Es geht hier also nicht um ein brandneues Buch, eher um eine Entdeckung, die ich erst kürzlich gemacht habe.

Calpurnia ist die Titelheldein der Geschichte, ein wissenschaftlich interessiertes Mädchen, das sich den gesellschaftlichen Anforderungen der Zeit widersetzt. Statt ihre Zeit mit Nähen, Kochen und Klavierspielen zu verbringen, wie es ihre Mutter und auch jede Menge anderer Menschen von ihr erwarten, geht sie lieber ihrem Forscherdrang nach. Unterstützt und inspiriert wird sie dabei von ihrem Großvater, der ihr Interesse an der Natur fördert und sie anregt, ihre Beobachtungen auf ihren Streifzügen in ein kleines Notizbuch zu schreiben. Und während sie eine Entdeckung nach der anderen macht und dabei lernt, wissenschaftliche Methoden anzuwenden, findet sie ganz allmählich ihren eigenen Weg in einer Zeit, in der es für Mädchen eigentlich keine Alternativen gegeben hat.

Ein langsames und ruhiges Buch, erzählt wie kleine Anekdoten aus dem Leben von liebgewonnenen Menschen mit Höhen und Tiefen. Hier gibt es keine großen Abenteuer, Drachen oder Gefahren, dafür ein sympathisches kleines Mädchen, dessen Werdegang wir interessiert und liebevoll begleiten. Eine kleine Kostbarkeit!

Das letzte Buch auf unserer Liste mit Kinderbuchtipps für diesen Sommer ist…

Ophelia und das Geheimnis des magischen Museums* von Karen Foxlee ist eigentlich so gar kein Sommerbuch, viel eher ist es so etwas wie eine Wintergeschichte. Denn es beginnt damit, dass Ophelia mit ihrer Schwester Alice und ihrem Vater in eine Stadt reist, in der es ewig schneit. Dort soll ihr Vater als Experte in einem Museum eine Ausstellung organisieren. Während er arbeitet, erkundet Ophelia das Museum und findet eine Tür mit einem goldenen Schlüsselloch. Als sie einen Blick hindurch wirft, entdeckt sie einen Jungen, der offenbar gefangen gehalten wird. Er erzählt ihr seine Geschichte und bittet sie um ihre Hilfe. Ophelia, die eigentlich nicht an Märchen glaubt, entschließt sich, ihm zu helfen und gerät mitten in die Machenschaften der bösen Schneekönigin, vor der der Junge die Stadt schützen sollte. Ein Abenteuer voller Gefahren steht ihr und dem gefangenen Jungen bevor, das abwechselnd aus ihrer und seiner Perspektive erzählt wird.

Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Familie, über Märchen in der realen Welt und die Fähigkeit, die eigenen Ängste und vermeintlichen Grenzen zu überwinden.

Kinderbuchtipps für die Sommerferien | berlinmittemom.com

Damit sind die Kinderbuchtipps für die Sommerferien komplett, zumindest die für ungefähr zehnjährige Leser*innen. Ich hoffe, es ist was für euch dabei! Übrigens, in der aktuellen Folge meines Podcasts KaffeStulleGin sprechen meine besser Podcast-Hälfte Immi und ich ebenfalls über Buchtipps und Urlaubslektüre, für Große und für Kleine.

Und wo ich gerade so schön im Flow bin – habt ihr auch noch Lust auf Buchtipps für Teenies? Die schönste Sommerleseliste 2019?

*Wie immer sind meine Buchempfehlungen Amazon-Partnerlinks. Das bedeutet, dass ich eine Provision bekomme, wenn ihr über den Link einkauft. Für euch ist das ein ganz regulärer Einkauf und es entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

 

 

1 Kommentar

  1. Juchuu, wieder Volltreffer. Danke!

    Umgekehrt an euch:
    Annet Schaap Emilia und der Junge aus dem Meer

    Allerdings ganz schön düster

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