Freitagslieblinge! Finally! Letzte Woche habe ich sie schmählich ausfallen lassen, weil der Bub Geburtstag hatte und doch tatsächlich schon dreizehn Jahre alt geworden ist. Unfassbar.

Aber heute sind die Freitagslieblinge wieder dran.

Mein Lieblingsrezept der Woche ist mal wieder improvisiert – wie so vieles in den letzten Wochen. Dass ich zweimal am Tag fünf Personen bekoche/versorge, kommt sonst auch nur in Ferienzeiten vor. Nur sind ja keine Ferien… Für mittags bereite ich meistens Reste auf oder mache etwas Schnelles, durchaus auch mal. mit Convenience-Zutaten. Es gibt dann Flammkuchen mit fertigem Teig, wenn ich es nicht schaffe, vorher selbst welchen zu machen oder eben wie diese Woche schnelle Gnocchi mit gebratenem Grünen Spargel und frisch geriebenem Parmesan und einem Klecks Pesto. Das war selbstgemacht, das Rezept findet ihr hier.

Gnocchi mit Spargel | berlinmittemom.com

Mein Lieblingsbuch der Woche ist keine Überraschung für all diejenigen, die hier schon länger die Buchtipps mitlesen: Mord und Totschlag! Ich habe den nächsten Band von Sharon Bolton angefangen, diesmal ohne Lacey Flint, dafür ist es die Vorgeschichte zu „Der Schatten des Bösen(Amazon Partnerlink), nämlich „Das Gift des Bösen(Amazon Partnerlink).  In beiden Romanen geht es um die Ermittlerin Florence Lovelady. Sie hat vor dreißig Jahren den Fall um drei verschwundene Teenager gelöst, jetzt ist der verurteilte Mörder im Gefängnis gestorben und plötzlich kommen Zweifel auf, ob sie damals den richtigen Mann überführt hat. Superspannend, ein bisschen düster, also genauso, wie ich es mag.

Freitagslieblinge: Sharon Bolton | berlinmittemom.com

Meine Lieblingsserie der Woche ist „Dead to me“. Die zweite Staffel ist jetzt seit kurzem bei Netflix und ich hatte mich schon auf ein Wiedersehen mit Jen und Judy gefreut – endlich! In der ersten Staffel betrauert Jen gerade den Tod ihres Ehemannes, der bei einem Autounfall mit Fahrerflucht stirbt, als Judy in ihr Leben tritt. Sie trifft sie in einer Trauergruppe, freundet sich schnell eng mit ihr an und räumt ihr einen Platz in ihrem Leben ein. Und während man als Zuschauerin relativ schnell begreift, dass es Judy und ihr Freund waren, die Jens Mann angefahren haben und Judy nun auf verquere Art versucht, das wieder gut zu machen, dauert es für Jen eine ganze Weile bis zu dieser Erkenntnis. Aber da sind die beiden schon ein Herz und eine Seele… Ich liebe die Dialoge der beiden gegensätzlichen Frauen, eine sarkastisch und mit dem unbedingten Willen, cool zu sein, die andere ein Seelchen, die das Herz auf der Zunge trägt und noch in dem größten Vollidioten etwas gutes sieht. Dass ihre Freundschaft das wichtigste wird, ist die beste Message in der ganzen Serie.

In der zweiten Staffel geht es ähnlich verwirrend und herzzerreißend weiter, und auch wenn ich erst in Folge 3 bin, bin ich schon wieder mittendrin im chaotischen Leben der beiden Frauen.

Dead to me | berlinmittemom.com

Eine Inspiration der Woche habe ich diese Woche nicht wirklich für euch, da ich so gut wie gar nicht im Internet gelesen habe. Daher schicke ich euch einfach mal zu meiner Freundin Lou von Happy Serendipity in ihre „Kleine Sauerteigschule„. Seit Wochen beschäftigt sie sich ausgiebig mit dem Ansetzen und Verarbeiten von Sauerteig und ich bin immer wieder fasziniert davon, was sie alles aus ein bisschen Wasser, Mehl, Olivenöl und Honig zaubert. Auf ihrem Instagram-Kanal gibt es zahlreiche Videos in den Highlights und die schönsten Fotos von Sauerteigbroten, Pizza, Focaccia und Ciabatta und und und. Wer sich fürs Brotbacken und überhaupt für gutes, selbstgemachtes Essen interessiert ist hier richtig und wird sich bald in Lous italienische Lebensart, ihre Zwillingsjungs und in ihren schönen Feed verlieben – so wie ich.

Happy Serendipity | berlinmittemom.cm

Der Lerneffekt der Woche hat was mit dem Haushalten mit den eigenen Kräften zu tun. Ich stelle zum wiederholten Mal fest, wie ich in Krisenzeiten oder unter Stress relativ schnell auf ein hohes Energielevel komme. Ich funktioniere nicht nur, ich blühe auf, habe Ideen und Kraft, sie umzusetzen, kümmere mich gut und von Herzen gerne um andere und um meine Projekte und fühle mich voll in meiner Mitte – bis dann irgendwann das Level absackt und ich nach einer recht langen Zeit auf der Welle auf ein quasi unterirdisches Energieniveau falle. Ich bin erschöpft. Die Ideen entgleiten mir, die Kraft reicht nicht mehr für all das, was ich mir vorgenommen habe und übrig bleibt – ich kümmere mich um andere. Das hört sich dramatisch an, ist für mich aber gerade eine wichtige Erkenntnis. Ich w e  i ß, dass ich so bin. Ich weiß, dass mich um andere zu kümmern zu mir gehört. Das war schon immer so. Und ich weiß, dass ich lernen muss, mich auch besser um mich selbst zu kümmern und mit meiner Energie besser zu haushalten, so dass am Ende immer auch genügend für mich übrig bleibt. Das ist mein nächster Schritt. Das ist okay. Babysteps.

FRAGESTUNDE… 

Simone fragt, wie wir das mit dem Taschengeld handhaben. Ehrlich gesagt lief das einige Jahre eher so planlos, aber seit vielen Jahren machen wir es so: jedes Kind bekommt pro Woche entsprechend der Klassenstufe das Taschengeld, also in der 3. Klasse 3 Euro pro Woche, in der 4. Klasse 4 Euro pro Woche usw. Die Große bekommt seit der 10. Klasse 50€ im Monat, sie verdient sich mit Babysitten einiges dazu. Das läuft insgesamt ganz gut so.

Außerdem fragt Simone, wie das mit meinen Schwangerschaften war und ob wir auf den Lieblingsbub lange warten mussten. Meine beiden großen Kinder haben sich relativ viel Zeit gelassen, auch bei der Großen wurde ich nicht schnell schwanger. Beim Bub haben wir zwei Jahre „geübt“, auch mit hormoneller Unterstützung. Aber erst, als wir damit aufhörten, weil uns das Planen und die eigene Erwartungshaltung zu viel Druck gemacht hat, wurde ich schwanger. Die Kleine kam dann sehr schnell hinterher, darauf waren wir gar nicht gefasst. Eine Fehlgeburt hatte ich aber nie.

Jana fragt, ob ich mit den Kindern englisch spreche. Nein, sie sprechen Englisch mit mir! Tatsächlich ist es so, dass alle drei bilingual sind. Sie sind seit dem Kindergarten auf einer internationalen Ganztagsschule, dort wird nur englisch gesprochen. Daher ist Englisch bei uns allgegenwärtig, da auch aller Unterricht und damit alle Hausaufgaben etc auf englisch sind. Jetzt in Homeschoolingzeiten gar nicht so leicht für mich, da ich nämlich nicht bilingual bin und viele Themen/Texte/Aufgabenstellungen auf englisch oft nicht gleich verstehe.

Damit sind die Freitagslieblinge wieder mal komplett und ich schicke euch in den Rest dieses langen Wochenendes. Ich hoffe, ihr seid alle gesund und könnt die Zeit mit euren Liebsten genießen.

Passt auf euch auf!

1 Kommentar

  1. Hallo liebe Anna, heute hätte ich auch mal eine Frage oder vielleicht viel mehr einen Themenwunsch ;-) Es geht um das Thema Pubertät!? Du hast ja auch schon größere Kinder! Meine Tochter ist in der Coronazeit 11 geworden. Die körperlichen Veränderungen kann man langsam nicht mehr übersehen und ihre Zimmertür ist fast immer zu. Der jüngere Bruder war von heut auf morgen abgemeldet und weiß gar nicht recht wie ihm geschieht. Er tut mir etwas leid. Und ich bin natürlich auch mehr gefragt, weil er num öfter alleine dasitzt.
    Insgesamt ist die Tochter viel in ihrem Zimmer. Sie liest und hört Hörbücher. Man sieht sie kaum. Sie ist recht schnell genervt; wenn man mal was sagt in Richtung Zimmer aufräumen oder wie es mit den Schulaufgaben aussieht, wirs man direkt angemotzt etc. Die Theorie ist mir durchaus bekannt, aber die Praxis kam jetzt doch überraschend.
    Wie war/ist es denn bei Euch so?
    VG
    Anni

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