{werbung} Erinnert ihr euch an den Moment, als ihr zum ersten Mal das Wort „Beckenboden“ gehört habt? Und daran, wie euch bewusst wurde, dass es dabei um mehr geht, als nur darum, möglichst erfolgreich einzuhalten, wenn man zur Toilette muss und nicht sofort eine aufsuchen kann?

Ich erinnere mich genau. Es war im Geburtsvorbereitungskurs vor der Geburt meiner großen Tochter und die leitende Hebamme erklärte uns, was dieser Muskel eigentlich leistet – nicht nur während der Schwangerschaft, sondern immer, jeden Tag.

Ich notierte im Geiste: Rückbildungsgymnastik, Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft, wichtig weil… Ja, warum eigentlich? Darum geht es in der heutigen Fitnesskolumne.

Ich stelle euch nämlich heute meinen neuen Personal Coach vor. Keine Angst, ich habe mich fürs Trainieren nicht von meiner lieben Katarina getrennt, ganz im Gegenteil. Sie unterstützt mich wie immer auch bei diesem Thema. Nein, es geht vielmehr um einen virtuellen Coach und ein neues System, das die Beckenbodengesundheit mit einer ganz neuen Art Training unterstützt: ACTICORE1, die Weltneuheit im Bereich des Beckenbodentrainings in Kombination mit Ani, dem virtuellen Coach, der mit einer App auf dem Handy per Bluetooth das Training anleitet. Aber wozu braucht man einen Beckenbodentrainer? Was macht den Beckenboden so wichtig?

Mit Training zum starken Beckenboden | berlinmittemom.com

Beckenbodentraining? Wie geht das eigentlich?

Mein Körper, mein Tempel: Vom Geburtstrauma zurück zur körperlichen Selbstsicherheit

Nach der Geburt vom Herzensmädchen wusste ich, wovon die Hebamme im Vorbereitungskurs gesprochen hatte, denn meine Fähigkeit einzuhalten, war nach Schwangerschaft, Wehen und Notkaiserschnitt durchaus eingeschränkt. Was der Beckenboden ist, wurde mir nun klarer, als mir lieb war und ich nahm dankbar das Beckenbodentraining im Rückbildungskurs wahr. Tatsächlich ist mir diese Zeit im Rückbildungskurs als erste Phase im Leben mit Kind in Erinnerung, in der ich mich wieder nur für mich um meinen Körper kümmerte, auch und gerade um die Teile davon, die sich jetzt erstmalig in meinem Leben so deutlich bemerkbar machten.

Beckenbodentraining in der Schwangerschaft | berlinmittemom.com

Gerade nach meiner katastrophalen ersten Geburt, bei der ich die Erfahrung machen musste, dass meinem Körper nichts zugetraut wird, war ich an einem Punkt, an dem ich mir auch selbst körperlich nicht mehr vertrauen konnte. Ich hatte das Gefühl, total versagt zu haben und gab mir für alles, was geschehen war und noch passierte allein die Schuld: für den Geburtsverlauf, den Notkaiserschnitt, den holprigen Start ins Stillen bzw. das „Stillversagen“, für die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt und eben auch für meinen desaströsen Beckenboden. Mich hat damals erst Wochen nach dem Umzug nach Berlin ein Gespräch mit einer Hebamme in Berlin diesbezüglich wieder ein bisschen ausgesöhnt und ich konnte mich selbst von der Schuld freisprechen. Da war mein Baby bereits fast ein halbes Jahr alt. Und ganz allmählich begann ich auch, meinem Körper wieder mehr zu vertrauen, ihn zu stärken, mir selbst Gutes zu tun, in Form von vorsichtigem Training, aber auch osteopathischen Behandlungen und Shiatsu.

Der Weg aus dem Geburtstrauma bzw. seinen Auswirkungen war noch lang und die erste große „Heilung“ brachte erst die Geburt vom Lieblingsbub vier Jahre später. Und eigentlich bin ich in bestimmten Aspekten noch immer dabei, diesen Bruch und auch die Gewalt, die ich damals erlebt habe, zu verarbeiten und in etwas Gutes für mich zu verwandeln, etwas Warmes, Liebevolles und Gütiges.

Aber eines habe ich in meinem (späten) Rückbildungskurs bereits gelernt und mit dem ersten Beckenbodentraining damals den Grundstein für das gelegt, was ich heute weiß: unser Körper ist ein Wunderding, er ist uns geschenkt für ein einziges Leben und wie es ihm geht, ist unsere Verantwortung. Selbst wenn uns Dinge geschehen, die wir uns nicht aussuchen und diese Dinge unseren Körper verändern, sind wir es, die ihn lieben und hüten müssen. Wir sind es, die darin wohnen und einen Weg finden müssen, in Frieden, Liebe und Balance in ihm zu leben.

Für mich gehört seit einigen Jahren das regelmäßige Training mit Katarina dazu, denn dadurch werde ich immer daran erinnert, was ich und mein Körper in der Lage sind, zu leisten. Es tut gut, zu spüren, was ich durch Training erreichen kann – was immer meine Trainingsziele auch sind. Ich fühle mich stärker, widerstandfähiger und belastbarer. Ich habe nicht mehr das Gefühl, fremdbestimmt zu sein und keine Macht darüber zu haben, was ich kann oder nicht kann. Es macht mir keine Angst mehr, wenn ich an körperliche Grenzen stoße, weil ich jetzt weiß, dass ich sie auch überwinden kann, wenn ich das möchte. Mein Körper ist nicht länger mein Feind, auch wenn unser Verhältnis noch immer oftmals angespannt ist. Aber wir sind ein Team. Wir sind füreinander da. Das ist das Ziel, das für mich am Ende steht: Selbstliebe und das Gefühl von Verbundenheit.

Mein Beckenboden: Das Zentrum der Kraft in meiner Körpermitte

Mit meinem Beckenboden hat es angefangen, mich um ihn zu kümmern war der erste Schritt eines Heilungsprozesses auf dem Weg zurück zu einem „normalen“ Körpergefühl. Aber was genau ist der Beckenboden? Und was sind die Dinge, auf die wir als Frauen und speziell als Mütter, deren Beckenboden durch Schwangerschaften und Geburten zusätzlich belastet wurde, achten müssen? Ich habe mit Katarina noch mal ausführlich darüber gesprochen und wir haben für euch ein bisschen Information dazu zusammengetragen:

  • Der Beckenboden gehört zu unserer Core-Muskulatur, so wie Zwerchfell, Bauch- und Rückenmuskulatur
  • Er spannt sich wie ein Segel zwischen Schambein, Steißbein und den beiden Hüftknochen und bildet das flexible Fundament unseres Körpers
  • Er besteht aus mehreren Muskel- und Bindegewebsschichten, die unterschiedliche Funktionen übernehmen
  • Er ist für Männer wie Frauen gleichermaßen wichtig und ist zuständig für die Stabilisierung des Beckens, sowie für die Schließfunktion von Anus und Harnröhre
  • Er spielt eine wichtige Rolle bei der Kontinenz, der Blasen- und Darmentleerung und auch der Sexualität
  • In der Schwangerschaft leistet der Beckenboden wunderbare Arbeit, denn er gehört zu den Strukturen im weiblichen Körper, die sich im fortschreitenden Verlauf der Schwangerschaft schon auf die Geburt einstellen und sich verändern. Der Beckenboden wird weicher und nachgiebiger und muss gleichzeitig mehr Last tragen als vor der Schwangerschaft.
  • Während der Geburt dehnt das Köpfchen des Babys den Beckenboden immer mehr bis zum Austritt. Ein gut trainierter Beckenboden ist in der Regel elastisch genug, um diesem Druck nachzugeben.
  • Eine Frau, die ihren Beckenboden kennt und gut spürt, kann diese Muskulatur während der Geburt besser bewusst entspannen. Das minimiert das Risiko von Geburtsverletzungen und Dammschnitten.

Beckenbodentraining mit ACTICORE1

Wie funktioniert effektives Beckenbodentraining? Und was genau macht der Beckenbodentrainer ACTICORE1? Ich habe den Beckenbodentrainer mitsamt dem dazugehörigen Personal Coach ANI schon eine Weile testen dürfen und kann euch ein bisschen was berichten.

Fitnesskolumne: Beckenbodentraining | berlinmittemom.com

Weltneuheit im Bereich Beckenbodengesundheit

ACTICORE1 ist ein digitales Home-Trainingsprogramm zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur. Seit Oktober diesen Jahres auf dem Markt, zeichnet sich der Beckenbodentrainer dadurch aus, dass er nicht eingeführt werden muss. Dadurch lässt sich das Training mit dem ACTICORE1 unkompliziert jederzeit im Alltag einfügen. Dafür wurden von Acticore der SensorSeat und das entsprechende Programm entwickelt.

Der SensorSeat registriert und misst die Kontraktionen des Beckenbodenmuskels während des Trainings und ist per Bluetooth mit der zugehörigen App verbunden. Mit dem App-basierten Beckenbodentraining lassen sich mit Hilfe des Personal Coachs Ani in kurzen Trainingseinheiten Ausdauer, Schnellkraft und Koordination trainieren. Der Fortschritt wird ebenso aufgezeichnet und man kann sehr schnell nachvollziehen, wie die Trainingsziele erreicht werden.

Ich muss sagen, dass ich zu Anfang ein bisschen skeptisch war und mir ein riesiges Gerät vorstellte, für das man einen eigenen Platz im Haus schaffen muss. Tatsächlich aber ist ACTICORE1 klein und leicht zu bedienen und lässt sich außerdem auf jeder Sitzfläche überall im Haus anwenden. Dadurch ist die Hemmschwelle auch sehr viel geringer, tatsächlich mit dem Training zu beginnen: hier kann man mit sehr wenig Aufwand einen großen Effekt für die eigene Beckenbodengesundheit erzielen.

Selbstliebe und Selbstfürsorge

Für mich ist ACTICORE1 tatsächlich ein weiterer Weg, etwas für mich selbst zu tun, ohne dass ich mich zu sehr verrenken muss. Gerade der Beckenboden als das Kraftzentrum in meiner Körpermitte verdient besondere Aufmerksamkeit und gerät trotzdem auch beim regulären Training oft ins Hintertreffen. Weil die Trainingsziele gerade andere sind oder weil es bei mir immer so viele zentrale Themen gibt (wie beispielsweise die ewige Rückenproblematik) und weil es ein Muskel ist, den man schlicht nicht einfach so sieht oder spürt – erst wenn es Probleme gibt.

Obwohl ich mit Katarina trainiere und wir natürlich immer vielfältige Themen im Blick haben, ist der Beckenboden selten im Fokus, dabei ist es so wichtig, gerade da am Ball zu bleiben. Daher ist der neue Beckenbodentrainer samt dem Personal Coach für mich eine gute Ergänzung zum Basistraining, das ich wöchentlich absolviere.

Weil das Thema Beckenbodengesundheit so wichtig ist und so viele von uns viel zu wenig darüber wissen oder sich gar darum kümmern, gibt es ganz bald einen zweiten Artikel zum Thema mit einem Experteninterview. Außerdem darf ich dann einen ACTICORE1 an euch verschenken, was mich ganz besonders freut.

Habt ihr Fragen zum Thema, die ich meinem Interviewpartner weitergeben könnte? Etwas, das ihr immer schon mal wissen wolltet oder etwas, das euch Sorgen bereitet? Ich würde mich freuen, hier ein bisschen Input von euch sammeln zu können.

6 Kommentare

  1. boh was es alles gibt. auch hier team „ich-könnt-mich-mehr-um-meinen-beckenboden-kümmern“. nach der geburt der zwillinge hab ich es schleifen gelassen (da war ich im team: schlafmütze-wenn-freizeit), aber das gute am beckenboden ist ja, das man ihn auch später noch gut trainieren kann. wie praktisch, das man das jetzt im sitzen mit ner app kann. das muss ich mir näher anschauen gehen. danke für den impuls!

  2. Finde es toll, dass die Geräte sich so weiter entwickeln!
    Allerdings muss man sagen, dass dieses Gerät nur die „äußere“ Schicht bedingt messen kann. An die Ringmuskeln um Harnröhre, Vagina und After kommt man hier nur bedingt ran. Und diese Muskulatur ist sehr differenziert zu kräftigen und nicht so einfach wie der Bizeps. Aber das Thema hat auf jeden Fall seine Berechtigung!!!
    Viele Grüße

    • Ich war auch sehr überrascht – aber positiv. Bin gespannt, wie weit ich mit dem Training komme. Liebe Grüße und danke dir für deinen Kommentar!

  3. Ich habe gerade voller Begeisterung deinen Artikel gelesen und gedacht „Oh ja, Beckenboden da war doch was“ und dann bin ich auf die Homepage von Acticore gegangen und war etwas geschockt als ich den Preis gesehen haben. Da bleibt es in meinem Fall bei dem allerwelts Beckenbodentraining. Danke für den Artikel und für das aufmerksam machen.

    • Ich werde bald so einen Beckenbodentrainer hier verlosen, also schau immer mal rein und wer weiß – vielleicht hast du ja Glück! Liebe Grüße und danke dir für deinen Kommentar.

  4. Pingback: Beckenbodengesundheit im Experteninterview | Giveaway mit ACTICORE | berlinmittemom

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